Monthly Archives: August 2007

iPhone Hack 2.0: Simlock per Software entfernen

Wer knackt am elegantesten den Simlock des iPhones? Nach dem spektakulären iPhone Hack vom Wochenende gibt es nun die nächste Meldung. Statts mit dem Lötkolben zu werkeln, soll das iPhone nun durch einen Software-Eingriff zu entsperren sein. Diesen Erfolg melden die die Hacker von iphonesimfree auf ihrer Webseite.

Wir warten gespannt auf den praktischen Beweiß. Sollte sich diese Meldung bestätigen, dürfte der GAU für Apple ein SUPERGAU sein…

iPhone Hack

George Hotz, hat es wohl geschafft. Durch einen Hack ist es ihm wohl gelungen, das iPhone mit beliebigen Mobilprovidern zu benutzen. Auf einem YouTube Video demonstriert er ein iPhone, welches mit T-Mobile USA statts mit At&T funktioniert.

[youtube tvJ1RGlxe8Q]

Damit wäre die exklusive Bindung des iPhones an einen Mobilprovider vorerst überwunden. In seinem Blog beschreibt Gerorg Hotz den Hack, der sowohl einen Eingriffe in die Hardware und Firmware des Gerätes beinhaltet.

Warum Wii einfach nur gut ist…

Als ich mir die Wii Spielekonsole von Nintendo neulich gekauft hatte, dachte ich nur: Au jetzt kriege ich Ärger mit meiner Frau!

Okay mittlerweile donnert mir meine Frau beim Wii Tennisspielen einen Schmetterball nach dem anderen und haut im Boxen alle Gegner in der ersten Runde K.O.

Nintendos Wii ist nicht ohne Grund eine der erfolgreichsten Spielkonsolen. Die interaktive Steuerung eröffnet ein wirklich neues Spielerlebnis. Wer Wii Sports spielt, sollte zerbrechliche Gegenstände im Umfeld meiden. Zwar kann die Grafik der Wii im Vergleich zur XBox oder PS3 nicht wirklich mithalten, aber das interaktive Spielerlebnis macht diesen Makel wett. Zumal die körperliche Interaktion mit dem Spiel wirklich ein neues Erlebnis ist, während andere Konsolen stets gleiche Spielerlebnisse mit „nur“ besserer Grafik liefern.

Nintento's Wii Sports

Während Sony mit der PS3 extrem auf technische Features setzt, und damit auf die Schnauze fliegt, hat sich Nintendo mit der Wii auf das Prinzip „keep it simple“ konzentriert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Wii ist technisch zwar nicht so üppig ausgestattet, wie die Konsolen von Sony und Microsoft dafür aber deutlich günstiger. Und mal ehrlich: warum soll ich für eine Technologie wie Blue-Ray deutlich mehr für eine Konsole bezahlen, wenn ich dieses nicht benötige.

Nun aber zurück zur Wii.

Keep it simple ist das Motto der Wii. Und tatsächlich das Gerät ist klein, schlicht und handlich. Die Installation und Aufstellung ist kinderleicht. In Betrieb genommen ist das grafische Benutzerinterface der Wii verständlich, übersichtlich und einfach zu bedienen. Oma und Opa können mit einer Wii umgehen. Eine Zielgruppe von Nintendo, die mit speziellen Spielen, wie Gehirnjogging bedient wird. Chapeau!

Ausserdem schielt Nintendo mit der Wii nicht nur auf den Spielemarkt. Eine an das Internet angeschlossene Wii ermöglicht mehr als nur spielen. Jede verkaufte Wii ist eine potentielle Setop-Box für IPTV und weitere Internetdienste. Nintendo platziert mit jeder Wii einen Zugangskanal zu solchen Diensten und macht damit Anbietern von Setop-Boxen und IPTV zukünftig einen dicken Strich durch die Rechnung. Mit Spannung dürfen wir also Beobachten, wie Nintendo die Marktposition von weltweit über 9 Millionen verkaufter Wiis (Stand Juli 2007) in neue Geschäftsmodelle umsetzen wird.

War Skype ein Opfer russischer Hacker?

Die letzten Tage waren nicht leicht für Skype-Anwender. Das beliebte VoIP und IM-System litt unter massiven Störungen. Wie das online Magazin Slashdot meldet, könnte ein Angriff russischer Hacker für den Totalausfall des Skype-Systems verantwortlich sein.

Der auf einer russischen Webseite veröffentliche Exploit, beschreibt ein einfaches Perlscript, welches bei den angegriffenen Skype-Servern angeblich einen Buffer-Overflow erzeugt und diese dann abstürzen lässt.

Laut einem Bericht der Washington Post, bestreitet Skype Opfer dieses Angriffes geworden zu sein.

Im Vergleich: XRMS, SugarCRM und vtiger CRM

Im Rahmen einer Veranstaltung der LiSoG e.V. wurden drei, auf Open Source Software basierende Kundenmanagement-Systeme (CRM), verglichen. Präsentiert wurden Softwarearchitektur, Leistungsmerkmale, Branchen, Skalierung, Lizenzmodelle und die Benutzerführung von Open Source CRM.

Open Source CRM Pitch - Im Vergleich: XRMS, SugarCRM und vtiger CRM

Drei Experten haben die Lösungen XRMS CRM, SugarCRM und vtiger CRM vorgestellt. Hier meine persönliche Zusammenfassung der Veranstaltung:

XRMS:

Björn Schimpf von visual4 zeigte das System XMRS. Dieses CRM System ist unter der Open Source Lizenz GNU General Public Licence 2.0 kostenlos verfügbar. XRMS ist die kompakteste der drei vorgestellten CRM Lösungen. Diese CRM Software konzentriert sich auf das Verwalten der Kundendatensätze und das Aufzeichnen von Aktivitäten im Kundenkontakt. Ein überschaubares Datenmodell und die einfache LAMP Systemarchitektur erlauben es, dass XRMS mit einer hohen Performance stabil betrieben werden kann. Über eine Plugin-Schnittstelle läßt sich XRMS in Applikationsframeworks einbinden und kann funktional erweitert werden. Für komplexe Verkaufsprozesse mit Verfolgung von Angeboten, Beauftragungen und Auslieferungen sind in XRMS allerdings nur rudimentär Werkzeuge vorhanden. Hier bieten SugarCRM und vtiger CRM mehr Möglichkeiten. Ebenso wirkt die Benutzeroberfläche von XRMS sehr technokratisch und wenig ansprechend.

Fazit: Wer im Kundenmanagement eine einfache Lösung sucht und keine komplexen Prozesse abbilden möchte, sollte sich XRMS genauer ansehen.

Download: Präsentation XRMS, Björn Schimpf, visual4

SugarCRM:

Clemens von Dincklage, Geschäftsführer von myCRMspace, präsentierte die Philosophie und den Funktionsumfang von SugarCRM. Dieses System ist das bekannteste Produkt unter den drei CRM Anwendungen. Durch das duale Lizenzmodell ist allerdings nur die Basisversion SugarCRM, als Open Source Software kostenlos erhältlich. Nützliche Werkzeuge wie Berichte, Outlook-Plugin und Projektmanagement sind nicht in der kostenlosen Version enthalten. Wer zusätzliche Funktionen und Service und Support benötigt, muss diese über die Versionen SugarCRM Professional oder SugarCRM Enterprise erwerben. In diesem Falle lohnt es sich die Kosten genau durchzurechnen. Insgesamt sind die Open Source Version und die kostenpflichtige Versionen von SugarCRM rund um gut durchdachte Produkte. Das Kundenmanagement mit Leads, Verkaufschancen, Marketingmassnahmen und Kundensupport wird in einer übersichtlichen Benutzeroberfläche präsentiert. SugarCRM basiert auf einem LAMP-System und wird unter dem Lizenzmodell SugarCRM Public License angeboten.

Fazit: SugarCRM ist das umfangreichste Kundenmanagement-Produkt. Allerdings sind Support und sinnvolle Werkzeuge nur in den kostenpflichtigen Versionen erhältlich. Hier lohnt sich ein Preis- / Leistungsvergleich mit anderen proprietären CRM-Lösungen.

Download: Präsentation SugarCRM, Clemens von Dincklage, myCRMspace

vtiger CRM:

Zu guter Letzt stellte ich als Experte von Rahlfs+Ross Multimedia GmbH das System vtiger CRM vor. Dieses System ist eine Abspaltung (Fork) von SugarCRM 4.2. Da alle Module und Erweiterungen kostenlos erhältlich sind, entstehen bei vtiger CRM jedoch keine weiteren Kosten durch Lizenzen. Die Verwaltung von Kontakten und das Kundenmanagement wird sehr ähnlich wie in SugarCRM gehandhabt. Dublettenkontrolle und Kampagnen-Management sind nicht so ausgefeilt gelöst wie in SugarCRM. Auch gibt es kein Projektmanagement. Doch dafür bietet vtiger CRM eine umfangreichere Verwaltung von Berichte, Produkte, Angebote, Bestellwesen und Auftragsbearbeitung und kostenlose Office-Plugins. Das Rechtesystem erlaubt es betriebliche Hierarchien genau auf Daten und Funktionen im CRM abzubilden. vtiger CRM basiert ebenfalls auf ein LAMP und besteht aus einem Mix verschiedener Open Source Lizenzen.

Fazit: vtiger CRM kann sich in weiten Teilen mit SugarCRM messen. Zwar bietet SugarCRM in den kostenpflichtigen Versionen deutlich mehr Werkzeuge, wer aber eine Lösung ohne Restriktionen durch das Lizenzmodell sucht, ist mit vtiger CRM sehr gut bedient.

Download: Präsentation vtiger CRM, Mirko Ross, Rahlfs+Ross Multimedia GmbH

Noch ein Tipp am Schluss: In der kommenden September-Ausgabe des T3N Magazins wird ausführlich über Open Source CRM berichtet.

Verletzt VMware die GPL?

VMware ist eine Erfolgsgeschichte. Das jüngst an der NASDAQ notierte Unternehmen, hat im Börsenwert das Old-Economy Unternehmen General Motors überholt.

Doch der Sonnenschein am VMware-Himmel ist etwas getrübt. Christopher Helwig, Entwickler am Linux Kernel, wirft dem Unternehmen aus Palo Alto vor, im Produkt VMware ESX unter GLP geschützte Komponenten des Linux-Kernels zu verwenden. Helwig beschrieb schon im vorherigen Jahr in einer E-Mail seinen Verdacht eines GPL-Verstoßes durch VMware. Mit der Publicity des Börsengangens sind die Vorwürfe des Entwicklers wieder in den Focus von Blogs geraten.

Ob VMware mit der Nutzung der ESX-Module tatsächlich die GPL verletzt, ist auch innerhalb der Linux-Gemeinde umstritten. Linus Torvald äußert schon 2003 seine Sicht der Dinge, nachdem die Zone zwischen abgeleiteten und eigenständigen Werken im Sinne der GPL nicht immer eindeutig bestimmt werden kann.

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