Vorratsdatenspeicherung weckt Begehrlichkeiten in der Musik- und Filmindustrie

Das war ja zu erwarten: immer wenn Daten gespeichert werden, gibt es jemanden der gute Gründe findet, um einen Zugriff auf diese Daten zu verlangen. Nun gibt es Forderungen aus dem Bundesrat, der Musik- und Filmindustrie einen Zugriff auf gespeicherten Telekommunikationsdaten zu ermöglichen.

Vollüberwachung

Nicht nur, dass der Staat weiß was wir getan haben, wie Golem.de meldet, sondern nun sollen auch „Rechteinhaber“ auf zivilrechtlichem Weg einen Zugriff auf gespeicherte Verbindungsdaten beim Provider bekommen.

Blogger Johnny Häussler meint dazu nur fassungslos:

„Das ist alles nur ein lang vorbereiteter Scherz.“

Es wäre schön, wenn es so wäre. Die Hoffnung stirbt zu letzt.

Die Vorratsdatenspeicherung ist ja leider nur ein kleiner Baustein, in einer Reihe von verschärften Sicherheitsinitiativen in unserem Land. Leider wecken gespeicherte Daten sofort die Begehrlichkeit bei Verwertung und Weitergabe. Es gibt immer einen scheinbaren guten Grund und der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel.

Der italienische Schriftsteller meinte passend zum Thema: „Eine Diktatur ist ein Staat, in dem sich alle vor einem fürchten und einer vor alle.“ 

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