Monthly Archives: September 2008

Kommt VoIP doch auf dem Google Handy

Nach einem Bericht im Handelsblatt Blog könnte VoIP auf dem G1 schon in der nächsten Version, mit dem Segen von T-Mobile unterstützt werden. Zu begrüßen wäre es, denn ohne VoIP ist das Googles Android nur ein amputiertes Betriebssystem – von der versprochenen Offenheit keine Spur.

Im Spagat mit den Bedürfnissen der Netzbetreiber, hat sich Google dazu hinreißen lassen, die VoIP Unterstützung in der aktuellen Version von Android zu unterbinden. Auch kann die Open Source Gemeinde nicht die betreffenden Funktionen einfach nachträglich einbauen, da wesentliche Elemente von Android nicht in den Sourcen offengelegt sind. Das offizielle Argument heisst „Sicherheit“, wobei Security by Obscurity bekanntlich nicht wirklich eine gute Sicherheitsstrategie ist. Vielmehr geht es wohl eher darum, die Netzbetreiber vor einer unkontrollierten VoIP Nutzung zu schützen.

So haben die Macher von OpenMoko, einem ebenfalls auf Linux basierendem OS für Handies, kein Problem damit die gesamte Source zu veröffentlichen. Denn die für das GSM Netz sensible Routinen sind auf direkt auf der Hardware des GSM-Baustein im Handy gekapselt. Googles Versuch teilweise Offenlegung des Quelltextes mit Sicherheitsaspekten zu begründen, ist daher wohl kaum mehr wie eine laue Schutzbehauptung.

Vergleicht man das G1 Android mit dem OpenMoko Handy „Neo Freerunner„, besticht die „echte“ offene Plattform Open Moko mit einem eleganteren Design, freier Netzwahl ohne SIM Lock und USB Standardschnittstellen. So muss eine alternative zum iPhone aussehen!

Google Handy entäuscht auf ganzer Linie

Wie ein Souflé das zu früh aus dem Ofen geholt wurde, ist die heiße Luft aus dem Thema Google Handy entwichen. Trotz bester Köche, ist das Ergebnis ein unansehnlicher schlaffer Kuchen. So enttäuscht, das gestern von Google / T-Mobile / HTC präsentierte G1 Android Handy auf ganzer Linie.

Die „Weltneuheit“ besticht zu erst durch ihr plumpes Design. Im Gegensatz zum stylischen iPhone ist das HTC Handy ein klassisches „old School“ Design, oder anders gesagt, es unterscheidet sich nicht wesentlich von den zig anderen Smartphone Modellen am Markt. Im Gegensatz zum großen Konkurrenten iPhone ist das G1 schwerer und dicker.

Android ist ein offenes Betriebssystem (oder fast offen?), doch was bringt dies für Vorteile, wenn die Geräteplattform durch proprietäre Eigenschaften besticht. So verfügt das HTC G1 über keine Standardschnittstellen für USB oder Kopfhörer.

Die Software-Eigenschaften sind ebenfalls nicht bestechend. Abspielen von Videos? Fehlanzeige! Und noch viel unsäglicher für Business-Anwender: Kalenderdaten können nicht per Active Sync abgeglichen werden. Da bietet einem schon jedes Consumer Handy von Nokia mehr Komfort. Womit wir mit der Mär aufräumen können, dass Android ein komplett offenes System ist. Google hat die Plattform bislang nur in Teilen veröffentlicht. VoIP wird in Abstimmung mit T-Mobil auf dem G1 nicht unterstützt.

Kommen wir aber nun zur Kernfrage:
Wie bekomme ich das neue G1?

Antwort:
In den USA nur über T-Mobile mit einem zwei Jahre Knebelvertrag!

Ich sehe da nicht wirklich einen Vorteil in Android. Zumal der T-Mobil Vertrag natürlich die Nutzung von VoIP auf dem G1 ausschließt. Wieder mal ein Zeichen dafür, wie Gaga der Mobilfunkmarkt derzeit ist.

Nur in den Kosten kann das G1 das iPhone schlagen. Wer in den USA die Geräte mit einem zwei Jahresvertrag nutzen will, muss bei beiden Geräten tief in die Tasche greifen, nur beim G1 um $380 weniger. Die Gesamtkosten für die Geräte mit Vertrag belaufen sich laut einer Rechnung von Wired auf:

AT&T iPhone: $2.360

T-Mobile G1: $1.980

Bei beiden Vertragsvarianten kann von uneingeschränkter mobiler Kommunikation keine Rede sein.  Dazu zum G1 Vertrag T-Mobile CTO Cole Brodman in Wired:

„We want to be open in a way that consumers can rely on“

Was soviel heißt wie: „Offen? Wir werden einen Teufel tun. Der Kunde soll das fressen, was wir ihn hinwerfen“.

Na dann guten Appetit mit dem schlaffen Souflé G1.

Wie das E-Mail Postfach von Sarah Palin gehackt wurde

Das E-Mail Postfach von Sarah Palin der republikanischen Anwärterin zur US Vizepräsidentschaft wurde gehackt. Nicht technisches Know How war dazu notwendig, sondern eine akribische Recherche zur Biografie im Internet. Denn die Angreifer nutzen die Funktion für „vergessene Passwörter“ in Palins Yahoos E-Mail Account.

Im Blog von Michelle Malkin wird eine E-Mail des Hackers veröffentlicht, in denen die Details zum Hack genau beschrieben sind. Das Palin ein E-Mail Konto bei Yahoo hat, habe der Angreifer aus der Presse erfahren. Um an das Passwort des Yahaoo-ID Accounts zu gelangen, mussten bei der Funktion „Passwort vergessen“ zwei persönliche Fragen zur Biografie von Sarah Palin beantwortet werden. Die Antworten wurden per Wikipedia, Google und Postleitzahlenverzeichnis gesucht und gefunden. Dazu der Hacker „rubico“ in einer E-Mail:

after the password recovery was reenabled, it took seriously 45 mins on wikipedia and google to find the info, Birthday? 15 seconds on wikipedia, zip code? well she had always been from wasilla, and it only has 2 zip codes (thanks online postal service!)

the second was somewhat harder, the question was “where did you meet your spouse?” did some research, and apparently she had eloped with mister palin after college, if youll look on some of the screenshits that I took and other fellow anon have so graciously put on photobucket you will see the google search for “palin eloped” or some such in one of the tabs.

I found out later though more research that they met at high school, so I did variations of that, high, high school, eventually hit on “Wasilla high” I promptly changed the password to popcorn and took a cold shower…

Im Gegensatz zum „klassischen Hacking“, bei dem der Angreifer ein tiefes technischen Verständnis des zu kompromitierenden Systems benötigt, war der Hack des Palin E-Mail Postfachs ein cleveres Such- und Puzzlespiel per Internetrecherche. Das macht den Hack nicht weniger spektakulär, sondern es zeigt wie anfällig System sind, die die Sicherheit per vermeintlichen „biografischen Geheimnissen“ sicherstellen möchten. Im Zuge von immer mehr Suchmöglichkeiten über soziale Netzwerke, wird es immer schwieriger werden biografische Besonderheiten zu schützen.

Fragen wie „Wie lautet der Name Ihres Haustieres?“ oder „Wie lautet der Mädchenname Ihrer Mutter?„, sind nicht wirklich geheim in einer zunehmend vernetzten Welt und werden mit dem Grad der Vernetzung in sozialen Netzwerken zunehmend offensichtlicher.

Blogger Bruce Schneier, zerlegt in seinem Artikel „The Curse of the Secret Question“ das Prinzip der biografischen Geheimfragen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Literaturcafe über Castogo

Stefan Tischer betreibt die überaus lesenswerte Seite des Literaturcafes. Als begeisterter Literat, war er als „Versuchskaninchen“ auf Erkundungstour der literarischen Rundgängen auf Castogo. Vor Ort mit iPod, Navigationsgerät und Karte hat er sich in Calw auf die Spuren von Hermann Hesse begeben. Nun gibt es auf der Webseite des Literaturcafes dazu einen Artikel mit seinen Eindrücken des „Feldtests“.

Neue Features auf Castogo

In den letzen Tagen haben wir auf Anregungen von Nutzer eine Menge neuer Features auf Castogo eingebaut. Hier ein paar der wichtigsten Dinge:

  • Mehrer Bilder pro Reisepunkt: Pro Reisestation können nun bis zu 4 Bilder angelegt werden. Damit lassen sich nun Reiseberichte mit zusätzlichen Fotos ausschmücken.
  • Lightbox im Reisebericht: Alle Bilder eines Reiseberichtes werden nun in einer hübschen Lightbox angezeigt.
  • Bilder Galerie: Da es nun so viele neue Möglichkeiten mit Bildern gibt, haben wir eine spezielle Seite für eine Bildergalerie eingebaut. Hier werden 50 zufällige Bilder aus dem Pool der Reiseberichte angezeigt. Eine tolle Seite zum Stöbern.
  • Persönliches Profil: hier können Benutzer nun etwas mehr über sich erzählen. Es werden nun auch die Reiseberichte auf einer Karte angezeigt.

Spiegel Online: Wenn in China ein Sack Reis umfällt

Manchmal wundere ich mich schon, welche Meldungen es auf die erste Seite von Spiegel Online schaffen. Wenn einArtikel etwas, als „neu“ und „bemerkenswert“ preist, obwohl es sich offensichtlich um kalten Kaffee handelt, werde ich stutzig.

So wie in diesem Bericht auf Spiegel Online über ein Startup, welches LinkendIn und XING verdrängen möchte! Unter dem Titel „Neues Network will Xing attackieren“ wird hier über zwei Jungunternehmer berichtet, die mit einer neuen Business-Netzwerk Plattform größer wie Google werden möchten!

Ah ja. Es scheint so als ob Belanglosigkeit und Größenwahn der Stoff für einen Artikel auf Spiegel Online ist.

Oder ist der Kontakt der PR Agentur der beiden Jungunternehmer?

Denn die PR Agentur scheint ohne jeden Zweifel gut zu sein, wenn Sie es schafft mit so einer schwachen Story eine Redaktion zu füttern. Ein werbefinanziertes Business-Netzwerk… ui ist das langweilig und zig mal schon versucht.

Hat jemand die Telefonummer der PR Agentur? Ich würde die gerne engagieren…

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