IoT Week in Helsinki

Der aktuelle NSA-Skandal rund um die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes macht es deutlich: im digitalen Zeitalter werden der Schutz der eigenen Privatsphäre und persönlicher Daten mit völlig neuen Problematiken konfrontiert.  Wer hat wodurch Zugriff auf vertrauliche Daten? Wer bestimmt die Softwareeinstellungen? Ist es möglich, seine Endgeräte komplett abzuschalten? Dieser Fragestellung widmet sich Mirko Ross, Geschäftsführer der Stuttgarter Internetagentur echolot digital worx, in einem Vortrag auf der internationalen Internet-Konferenz IoT in Helsinki.

Immer mehr Gegenstände werden mit dem Internet verbunden – während der Internet-of-Things Week (IoT) treffen sich jährlich internationale Experten, um über die aktuellsten Entwicklungen zu diskutieren.

„Der technische Fortschritt im digitalen Bereich wird nicht nur unsere Wirtschaft weiter verändern, sondern auch unsere sozialen Strukturen“
, so lautet der Standpunkt von Mirko Ross.

Durch die technischen Veränderungen stellen sich für den Internetexperten folgende Fragen: Was wird in naher Zukunft technisch möglich sein? Oder kann die digitale Vernetzung von immer mehr Geräten beispielsweise dabei helfen, Leben zu retten? Allerdings werden auch Bedenken laut: Was passiert mit den Informationsflüssen im Hintergrund? Wer hat Zugriff auf die Softwareeinstellungen und Nutzerdaten? Und welche Möglichkeiten haben Hacker?

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Momentan kann der Nutzer bei Onlinediensten und digitalen Endgeräten wie Smartphones seine Privatsphäre nicht vollständig selbst steuern. Selbst wenn Privatsphäre-Einstellungen möglich sind, oder das Smartphone ausgeschaltet ist, ist für den Nutzer nicht ersichtlich, wer auf die Software zugreifen kann. Hier setzt eine innovative Idee der Internetexperten von echolot digital worx an: der Datenstrom der mobilen Endgeräte soll auch ohne technische Kenntnisse bei Bedarf vorübergehend unsichtbar gemacht werden.

„Das ‚Project Stealth‘ eröffnet simple Methoden, mit denen die Privatsphäre-Einstellungen selbst bestimmt werden können – egal ob die mobilen Endgeräte ein- oder ausgeschaltet sind“, erklärt Ross. In seinem Vortrag zum Schwerpunkt „Societal Implications of the Internet of Things“ präsentiert er am 19. Juni auf der IoT-Week, wie Benutzer von Smartphones, Tabletts oder Notebooks selbst über ihre Privatsphäre bestimmen können. So kann beispielsweise die Ortung oder das Datensammeln durch externe Zugriffe verhindert werden.

Die Übertragung von Bewegungsdaten über GPS Ortung oder durch die Mobilfunkzelle wird komplett unterbunden. Der Nutzer wird in diesem Moment „unsichtbar“ für die Auswertung von Bewegungsprofilen.

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