Author Archives: mirko

Spam mit Aktientipps: bis zu 300% Kurssteigerung

Seit Wochen kursiert eine Spamwelle mit Aktientipps. Alle empfohlenen Wertpapiere sind wertlose ‘Pennystocks’ von insolventen Unternehmen. Mit Beginn der Spamwelle verzeichnen die Aktiencharts der empfohlen Pennystocks erhebliche Kurssprünge nach oben.

Die Urheber der Spamwelle konnten mit krimineller Energie bei den beworbenen Titeln Kurssteigerungen von 200%-300% erzeugen. Ein lohnenswertes Geschäft für die Hintermänner.

Beispiel Popnet AG

Popnet Chart

Das Wertpapier des insolventen Internet-Dienstleisters Popnet AG dümpelten in der Vergangenheit zwischen 3 Cent und 5 Cent. Seit dem Beginn der Spamwelle ist das Papier auf 13 Cent gestiegen. Für Betrüger, die das Papier bei 4 Cent eingekauft haben, macht dies eine Wertsteigerung von über 300%!

Beispiel K&M Möbel AG

K&M

Beim Titel des insolventen Unternehmens K&M Möbel AG zeigt sich in zwei Wellen eine Steigerung des Aktienkurses. Mit aktuell 6 Cent pro Aktie hat sich der Wert des Papiers seit der 1. Spamwelle verdoppelt.

Wer kauft steht dumm da

Die durch das Spammen entstandene Kurssteigerung ist eine Spekulationsblase ohne Fundament. Wenn mit ebben der Spamwelle diese Blase platz, muss der gutgläubige Anleger mit einem Totalverlust rechnen. In den USA reagiert die Börsenaufsicht SEC in solchen Fällen mit einem zehntägigen Handelsverbot für durch Aktienspam beworbene Titel.

Die deutschen Börsenwächter reagieren bislang nicht.

Second Life: 5 Gründe die Entzaubern

Seit Monate läuft die PR für Second Life auf Hochtouren. Unzählige Presseberichten loben die virtuelle Welt als die nächste Generation des Internets. Doch bei Second Life ist nicht alles Gold was glänzt. Fünf Gründe, die Second Life entzaubern:

1. Community-System skaliert schlecht

Dank sehr guter Berichterstattung in den Medien, konnte Second Life in den vergangenen Monaten ein erhebliches Wachstum an Nutzern verzeichnen. Doch die Infrastruktur des Anbieters Linden Labs, kann nicht mit den gestiegenen Nutzerzahlen mithalten. Angeblich benötigt Linden Labs über 2000 Server, um das System stabil zu betreiben. Nicht genug, denn das System leidet seit Monaten unter einer schlechten Performance und die Usability ist miserabel. Alte Second Life Hasen verlassen genervt die Plattform.

2. Benutzerzahlen sind unrealistisch hoch

Der Unterschied zwischen registrierten Benutzern und regelmäßigen Spielern beträgt 90%. Laut einer Aussage des Linden Labs CEO Philipp Rosedale, bewegt sich nur eine Minderheit der 165 Millionen registrierten Nutzern ausgiebig in der Welt von Second Life. Die Mehrzahl der User belässt es bei einem einmaligen Test. Hinzu kommen Spieler, die sich mehrer Identitäten in Second Life zulegen.

3. Der Medienbluff

Vermutlich hat sich ein Großteil der Journalisten, die über Second Life in der Vergangenheit berichteten, nicht wirklich ausgiebig mit dem System beschäftigt haben. Denn sonst wären Presseartikel mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger euphorisch ausgefallen. Sehr viele der vergangenen Second Life Reportagen, zählen zur Kategorie “Hofberichtserstattung” für Linden Labs. Nun scheint sich das Blatt etwas zu wenden. In letzter Zeit gibt es auch verstärkt Journalisten, die sich kritisch mit dem Thema Second Life beschäftigen.

4. Alter Wein in neuen Schläuchen

Nicht zuletzt erinnert der Hype um Second Life verdächtig an die Boomjahre 1998 – 2002. Damals kreierte das deutsch-amerikanische Unternehmen blaxxun virtuelle Welten u.a. für Canal + und die Deutsche Telekom. Der Börsengang von blaxxun scheiterte und das Unternehmen schlidderte im März 2002 in die Insolvenz. Das Ende einer Hype-Story.

5. Wer wird reich mit Second Life?

Die Antwort ist einfach: die Investoren bei Linden Labs und das Management. Die in der Presse kolportierten Erfolgsmeldungen über Spieler die in Second Life reich werden, sind moderne Mythen. 350 Lindendollars entsprechen ca. einem Euro. Sollten die virtuellen Second Life Immobilien Millionäre Ihren Besitz versilbern, wäre Aufgrund der Überangebotes an Immobilien und der schlechte Wechselkurs der reale Gewinn bedeutend geringer. Auch eCommerce für virtuelle Second Life Artikel ist kein lohnendes Geschäft: Angeblich hat Adidas virtueller Second Life Shop bislang Waren mehr als 1,2 Million Linden-Dollar umgesetzt. Dies entspricht 3.400 US-Dollars, oder umgerechnet ca. 2.560 Euro! Wenig Geld für viel Aufwand.

Bulid Process für Pizzas: Das Kochbuch für Geeks

Laut einem gängigen Klischee ernähren sich Geeks hauptsächlich Junk Food, Cola und Snickers.

“Stimmt nicht”, meinen Mela Eckenfels und Petra Hildenbrandt, denn Kochen und Programmieren sind nach deren Meinung ähnlich. Daher ist der Bulid Process einer individuellen Pizza-Lösung auch für Geeks tauglich.

Na denn, Guten Appetit:

Kochbuch für Geeks

Das Kochbuch für Geeks

1. Auflage erscheint im April 2007
ISBN 978-3-89721-462-0
Seiten 208 (ca.), broschiert
EUR15.90 (ca.), EUR15.90 (ca.)

Gesehen bei O’Reilly

BITKOM Innovators Pitch CeBIT 2007: Victory not Defeat

Manchmal ist es ganz gut ahnungslos wie Susi Sorglos zu sein. Hätte ich gewusst was mich erwartet, wäre ich wohl kaum die letzen Tage so locker geblieben. Aber zunächst zum Anfang: es begann mit einer Bewerbung beim Innovators Pitch des IT-Branchenverbandes BITKOM. Gesucht wurden die Besten Geschäftskonzepte im Bereich Mobile Content. Prima dachte ich mir. In diese Kategorie passt doch unser Open Source Projekt colamo.org

Also kurz und geschwind mit Carsten und Helmuth, den weiteren Moderatoren des Projektes die Bewerbungsunterlagen erstellt. Mittlerweile haben wir von etlichen Vorträgen und Präsentationen genug Material, so konnten wir mit ca. einer Stunde Arbeit die Bewerbung in einer soliden Form einreichen

Prinzip: Fire and forget. Sprich die Bewerbung war eingereicht und schnell wieder vergessen, schließlich hatten wir mit Projekten und CeBIT-Vorbereitungen genug um beide Ohren. Eine Woche vor CeBIT dann eine Mail mit einer unverbindlichen Anfrage der BITKOM: “…ob wir am 19. März eventuell Zeit hätten und in Hannover präsentieren könnten..”.

Well, it’s CeBIT – natürlich haben wir Zeit, da wir ja mit colamo.org vor Ort sind. Bei den ganzen Messe-Terminen passt so eine Präsentation auch noch dazwischen… Ein paar Tage später folgt die Zusage: wir sind in der Endauswahl zum BITKOM Innovators Pitch

Okay, wir sollten uns mal die Agenda der Veranstaltung anschauen – nur so richtig Zeit haben wir vor der CeBIT eigentlich nicht…

Da Carsten und Helmuth fast ausschließlich mit CeBIT beschäftigt waren, blieb es an mir an einem Sonntag morgen die Präsentation vorzubereiten. Im wesentlichen 3 Folien: Titelbild, eine Skizze der colamo Middleware-Architektur und die Vorteile in Stichworte. Kurz und knackig – denn es bleiben auf der CeBIT nur 3 Minuten zur Präsentation.

Bis zum Termin in ein paar Tagen hatte ich keinen weiteren Kopf für das Thema. Schließlich laufen Projekte, Meetings und Tests zur CeBIT auf Hochtouren.

Montag 19.03.2007, 9:20 Uhr – Flug Stuttgart-Hannover

Ich weiß, es ist ökologisch gesehen ein vollkommener Schwachsinn, mit dem Flugzeug von Stuttgart nach Hannover zu reisen. Aber da der Flug nur 40 Minuten Reisezeit hat und dank Billigflieger, siegte Ökonomie vor Ökologie. Das schlechte Gewissen bleibt. Zumindest war für die Rückfahrt die Bahn gebucht.

Ankunft morgens in Hannover. Um elf auf die Messe. Ab dann, Gesprächstermine und Leute treffen – der übliche Messetag. Um 17.00 Uhr sollten wir uns in Halle 19. auf der Digital Living Aerea zur BITKOM Präsentation einfinden.

14.00 Uhr: Carsten schickt eine E-Mail, dass er erst um 16.00 Uhr auf der Messe eintrifft. Helmuth hat um 17.00 Uhr einen Gesprächstermin und kann nicht bei der BITKOM Veranstaltung teilnehmen. Derweil klappere ich meine Termine bei Messeständen ab.

16.00 Uhr: Carsten ist angekommen, hat aber gleich noch ein Gesprächstermin. Oh je, wir haben uns bislang Null auf den Pitch vorbereitet.

16.30 Uhr: Carsten und ich können und endlich in ein Konferenzzimmer zurückziehen und die Präsentation durchsprechen. Irgendwie fehlt uns vor lauter Messe der richtige Drive für die Präsentation. Eine viertel Stunde später müssen wir Richtung Halle 19. aufbrechen. Die Stimmung bei uns beiden ist eher in Richtung “weitere Pflichtveranstaltung”.

17.00 Uhr: Halle 19. Bühne Digital Living

Bühne? Upps?

Tja, es sieht wohl so aus, als ob das doch was größeres ist. Tatsächlich eine Bühne mit Moderator, Kameramann, Licht und Tontechnik. Vielleicht hätten wir uns über das Rahmenprogramm der Veranstaltung besser vorab informieren sollen…

Vor mir stehen noch zwei Leute, die mit mir im Flieger nach Hannover saßen – kurzes Wiedererkennen und verwunderndes Staunen auf beiden Seiten – soeben haben wir unsere Pitch Wettbewerber im Bereich “Mobile Content” kennengelernt. Schwaben aus Tübingen… das ist ja wie gegen Bruder und Schwester in den Kampf ziehen…

17.30 Allmählich füllt sich die Veranstaltungsarena mit Publikum. Im Publikum können wir bekannte Gesichter ausmachen, die uns zuversichtliche Blicke schenken – an dieser Stelle einen herzlichen Dank für unseren Fanclub aus Hamburg und Münster, für das tolle Backup. Mittlerweile haben Carsten und ich auch den Ablauf der Veranstaltung geschnallt. Aus 40 Konzepten wurden 4 für den Pitch eingeladen. Zwei aus dem Bereich “Digital Life” und zwei zum Thema “Digital Content“. Jeweils zwei Konzepte präsentieren direkt um den 1. Platz. Die Jury ist mit hochkarätigen Köpfen besetzt.

Der Pitch: 3 Minuten Interview + 3 Minuten Präsentation + 5 Minuten Jury Kreuzverhör

Nettes Konzept – nur wussten wir erst ca. 30 Minuten vor der Veranstaltung wie der Ablauf ist. Aber wir sind ja gut im Improvisieren. Außerdem habe ich mit Carsten schon einige Präsentationen abgehalten. Wir sind also ein eingespieltes Team.

Ähhh, wären ein eingespieltes Team. Denn es darf nur einer auf die Bühne und präsentieren! In diesem Fall sagt Carsten ich soll präsentieren. Also auch noch eine improvisierte Solo-Nummer. Irgendwie bleibt mir keine Zeit, in Gedanken eine mögliche Dramaturgie durchzuspielen.

17.40 Der Innovation Pitch beginnt

Zum Glück müssen wir nicht als erstes in den Ring steigen. Zuerst müssen die Kollegen und Wettbewerber von clipgenerator antreten. So habe ich zumindest eine Chance, mich mit dem Ablauf der Veranstaltung etwas vertraut zu machen.

Das Thema von clipgenerator ist Videoclips fürs Handys: bunt, bewegt, Musik, hip und chic. Da haben wir mit colamo.org als Middleware einen schlechten Stand. Denn Middleware ist unsexy. Mann sieht nichts aufregendes, auch wenn die Technik im Hintergrund aufregend ist.

Nachdem clipgenerator mit einigen technischen Schwierigkeiten die Pitch-Präsentation gemeistert hat, werde ich für colamo.org in den Ring gerufen.

On Stage

Auf dem Weg zur Bühne habe ich immer noch kein Drehbuch für die Präsentation im Kopf. Das ist für mich eine ungewöhnliche Situation, denn normalerweise bin ich auf Präsentationen sehr gut vorbereitet. Ich weiss, was ich zu welchem Zeitpunkt wie sagen möchte.

Doch diesmal ist es anders. Irgendwie ist kein gedanklicher Faden spürbar, der mich durch die Präsentation leitet. Das ist nicht gut. Kein gutes Gefühl. Ich betrete die Bühne und nehme auf dem Kandidatenstuhl platz.

Die Präsentation für colamo.org beginnt

Mit der ersten Frage des Moderators ist alles wie verändert. Ich weiß, sofort wie die Antwort richtig formuliert sein müssen. Die Worte reihen sich stimmig aneinander. Auch die nachfolgende 3 Minuten Präsentation mit anschließendem Kreuzverhör laufen flüssig ab. Ich konnte zeigen wie gut colamo.org ist.

Am Ende bin ich mir sicher, dass die Pitch-Präsentation gelungen ist. Ein Blick zu Carsten bestätigt.

Victory not Defeat

So lautet der Titel einer meiner Lieblingsongs von NoMeansNo. Passend zum Titel, gibt ca. 30 Minuten später gib Wolfgang Kasper, Geschäftsführer von RTL New Media, den Gewinner in der Sparte “Digital Content” bekannt: colamo.org

Damit ist colamo.org von BITKOM in 2007 zum innovativsten Konzept in Deutschland im Bereich Mobile Content gekürt. Eine Auszeichnung, die die Leistungen des gesamten colamo.org Kernteams ehrt.

colamo.org BITKOM AwardAlso, diese Auszeichnung geht an: Sebastian, Manni, Riona, Mathias, Volker, Sören, Ryan, Sven, Lars, Helmuth, Carsten, Mirko… und viele Andere die colamo.org seit mehr als zwei Jahren begleiten

Die besten Spiele aller Zeiten: Hitliste für Arcade, C64 und Amiga

Ataris Arcade Klassiker PacmanHenry Lowood, Kurator für Wissenschaftsgeschichte am Standford University Technology College, hat eine Liste der besten Computerspiele erstellt.

Doch auf dieser Liste fehlen wichtige Klassiker. Deshalb meine persönliche Hitliste der besten Games für Arcade, C64 und Amiga.

Nominiert in der Sparte “Arcade”:

  1. Pacman
  2. Tetris
  3. Pong
  4. Frogger
  5. Space Invaders

Nominiert in der Sparte “C64”:

  1. Winter Games*
  2. Summer Games*
  3. Great Giana Sisters
  4. Zak Mc. Kracken
  5. World Games*

(Die mit * gekennzeichneten Spiele waren für so manchen ausgeleierten Competition Pro verantwortlich)

Nominiert für die Sparte “Amiga:”

  1. Pirates
  2. Civilization
  3. Monkey Islands
  4. Lemmings
  5. Sim City
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