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Vom Kuhstall ab in den online Shop

Beim Thema Landwirtschaft haben Viele noch das Bild vom idyllischen Hof und dem fleißigen Bauern im Kopf, der mit purer Muskelkraft Land und Vieh bearbeitet. Die moderne Agrarwirtschaft hat damit aber nicht mehr viel zu tun.

Schon längst haben technische Helfer Einzug gehalten, werden Arbeitsabläufe per Computer genau analysiert und das Stichwort Smart Farming macht die Runde – alles, um die größtmögliche Effizienz zu erreichen. Das EU-Projekt KATANA fördert innovative Ansätze auf dem Weg zur Agrartechnologie der Zukunft. Partner des Programms ist digital worx, Stuttgarter Softwareanbieter für webbasierte und mobile Anwendungen.

KATANA Storefront of IoT Platform to support selling of agrifood products

KATANA Storefront of IoT Platform to support vendors of agrifood products

digital worx hat bereits etliche Projekte rund um das Internet of Things (IoT) umgesetzt. Das Thema Landwirtschaft ist aber auch für die Stuttgarter neu, wie Geschäftsführer Mirko Ross berichte. Seitdem ist digital worx Partner des EU-Projekts KATANA und verantwortlich für den Aufbau einer IoT-Plattform für die Vermarktung von Agrarprodukten. Wie das konkret aussehen kann? „Hofläden können beispielsweise zukünftig Ihre Produkte über eigene Online-Shops, Apps und sogar im Auto verkaufen“ erklärt Ross.

Neben Lösungsangeboten wie der IoT-Plattform von digital worx läuft beim KATANA-Förderprojekt parallel ein Ideenwettbewerb. Die besten Ideen von Unternehmen und Start-Ups gesucht, die mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert werden. Darüber hinaus gibt es Coaching-Unterstützung, verschiedene Veranstaltungen sowie ein internationales Investmentforum, bei dem die Teilnehmer ihre Ideen potenziellen Partnern präsentieren können.

Weitere Informationen unter www.katanaproject.eu

Industrie 4.0 wird erlebbar

Wie sieht die industrielle Arbeit in fünf bis zehn Jahren aus? Was verbirgt sich hinter den Visionen des Begriffes digital worx – industrie 4.0? Antworten auf diese Fragen liefert das „Future Work Lab“, ein Innovationslabor am Fraunhofer-Campus in Stuttgart. Drei der dort präsentierten Demonstratoren stammen von digital worx – industrie 4.0.

drone with industrial cargo - digital worxEröffnet wurde das Future Work Lab Anfang Februar von Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, im Beisein von 150 hochkarätigen Gästen aus Politik, Forschung und Wirtschaft. Das vom Bundesministerium unterstützte Leuchtturmprojekt soll Möglichkeiten aufzeigen, den Wandel hin zu Industrie 4.0 aktiv zu gestalten sowie technologische und soziale Innovationen miteinander zu verbinden.
Seit mehr als sechs Monaten arbeiten unsere Experten bei digital worx – industrie 4.0 an einem besonders spektakulären Showcase: Einer Drohne für vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Fabrik der Zukunft – beispielsweise der schnellen Lieferung von benötigten Bauteilen für den Nachschub von fehlerhaftem Material. Die Vision: Maschinen kommunizieren miteinander, initiieren neue Aufträge, benötigte Werkstücke werden selbständig erkannt und angeliefert.

Industrial Indoor DronesZunächst allerdings standen die Entwickler bei digital worx – industrie 4.0 vor ganz praktischen Herausforderungen. Beispielsweise der, dass die Drohne in der Fabrikhalle autonom navigieren und fliegen muss. Was aber, wenn es – wie häufig im Alltag – in der Halle keinen GPS-Empfang gibt? Die Stuttgarter Tüftler fanden hierfür eine andere technische Lösung. Und können die Position der Drohne in der Fabrik exakt, im Millimeter-Bereich, ermitteln.

Nach sechs Monaten Entwicklungszeit ist der Prototyp der Drohne ein technisches Meisterwerk. Bei Geschwindigkeiten bis zu 40 Stundenkilometern ist die Flugbahn mit höchster Präzision steuerbar – eine speziell entwickelte Software macht’s möglich. Bis zu vier Kilogramm pro Ladung kann der Helfer der Zukunft transportieren; die maximale Flugzeit für einen Einsatz liegt bei rund 20 Minuten. Die Reichweite von bis zu zwei Kilometern prädestiniert die Drohne auch für einen Einsatz auf einem größeren Werksgelände.

Mirko Ross, Geschäftsführer der digital worx – industrie 4.0GmbH:

„Diese anspruchsvolle Aufgabe war ein absoluter Höhepunkt in unserer Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO. Wir sind stolz darauf, Teil eines derart wegweisenden Projektes für den Industriestandort Deutschland zu sein.

Neben der Entwicklung der Drohne steuert digital worx auch zwei weitere Showcases bei: TPM (Total Productive Maintenance) sowie den Lean Management Gemba Walk.

Bereits 2015 war das Unternehmen von der Landesregierung als Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg – digital worx“ ausgezeichnet worden – ebenfalls für ein gemeinsames Projekt mit dem Fraunhofer IAO.

BOSCH ConnectedExperience! 2016

Things are getting more and more connected. Sensors and actors will not only connect us – they pervade us. With the Internet of Things we step silently into one of biggest catalysm of modern times.

Thanks to BOSCH for the invitiation to Connected Experience! 8.03 – 10-03 Berlin.

digital worx IoT

Internet of Things and Industrie 4.0

 

Looking forward to meet IoT stakeholders and good talks.

Mirko Ross

Awarded: Excellence 100 Places of Industry 4.0

Good Job! digital worx has been awarded for its leading Industry 4.0 mobile solutions.

The award ceremony took place in the New Castle Stuttgart and price was handout by State Secretary Peter Hofelich to Mirko Ross, CEO of digital worx.

100 Orte für Industrie 4.0 - digital worx erhält Auszeichnung

Our team of digital worx received the award for building industrial mobile solutions using Beacon Bluetooth low Energy Technology to identify seamless machines and tools on mobile apps.

As a leading industrial mobile solution provider we showed this solution the world first 2014 on the industrial fair Wire+Tube with the WAFIOS App. Since that time we’ve implemented mobile Beacon Technologies on worldwide projects for leading industrial enterprises.

Industry 4.0 Alliance Baden-Wuerttemberg has donated the award we received. State Baden-Wuerttemberg has initiated this alliance together with the german machinery organization VDMA.

We are happy to be selected as one of the first companies for this award!

Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0“

digital worx erhält für seine iBeacon-Lösungen für die Industrie eine Auszeichnung der Allianz Industrie 4.0, ein vom Land Baden-Württemberg initiiertes Netzwerk. iBeacon ist ein innovativer Navigationsstandard mit Hilfe von Apps

Mirko Ross, Geschäftsführer von digital worx, erklärt, wie die Technologie generell funktioniert:

„Die Navigationslösung iBeacon ermöglicht eine neue Form der Orientierung mit verknüpfter Informationslieferung. Der Standort des Benutzers im Raum kann dazu genutzt werden die für die Situation passenden Informationen und Interaktionen anzubieten.“

Die Lösung für die Industrie, die jetzt ausgezeichnet wurde, sieht wie folgt aus: Maschinen und Produktionsmittel werden mit kleinen Sendern, sogenannten BLE-Tags (Bluetooth Low Energy/iBeacons), ausgestattet. Über Funk wird eine Verbindung mit mobilen Endgeräten hergestellt, die sich in bis zu 100 Meter Entfernung befinden. Das Smartphone oder Tablet erkennt automatisch alle Maschinen, die sich in Reichweite befinden, und erlaubt dem Benutzer mittels einer App alle relevanten Daten zur Maschine aufzurufen. Das spart wertvolle Zeit, da Informationen nicht mehr aufwendig von Hand herausgesucht werden müssen.

100 Orte für Industrie 4.0 - digital worx erhält Auszeichnung

Neben der automatischen Erkennung der Maschinen können über die Bedienoberfläche auch Dokumente zur Maschine (wie etwa Bedienungsanleitungen oder Herstellerdaten) und Fotos sowie Videos hinterlegt werden. Darüber hinaus kann über die iBeacons der genaue Standort von Geräten, Maschinen oder auch Fahrzeugen bestimmt werden.

Weiterer Vorteil der BLE-Tags: Sie benötigen keine Internetverbindung und brauchen im Gegensatz zu QR-Codes oder RFID auch keine spezielle Hardware, um optisch gescannt zu werden.

digital worx setzt iBeacons bisher vor allem im B2B-Bereich ein, vorrangig in der Investitionsgüterindustrie sowie im Maschinenbau. Eine weitere Einsatzmöglichkeit besteht im Bereich Smart Home: Auch in Häusern und Wohnungen können Geräte vermehrt automatisch gesteuert werden, wie zum Beispiel das Licht, Musik oder der Fernseher. „Vorbei sind die Zeiten, in denen das Licht über Stunden brannte, weil der Letzte beim Verlassen des Hauses vergessen hat, es auszuschalten. Mittels dieser aktiven Anwesenheitserkennung können iBeacons dabei helfen, intelligent Energie zu sparen“, zeigt Ross die Möglichkeiten auf.

Mit dem Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ zeichnet das Land Baden-Württemberg innovative und „anfassbare“ Lösungen für die Digitalisierung der Wertschöpfung in Industrie und Handwerk aus. Für die Auszeichnung sind neben dem Innovationsgrad durch Digitalisierung und intelligente Vernetzung der Lösung vor allem Marktrelevanz und Umsetzbarkeit entscheidend. In erster Linie werden Lösungen gesucht, die bereits umgesetzt sind und deren Mehrwert im Vergleich zu bisherigen Lösungen dargestellt werden kann.

Die Allianz Industrie 4.0 ist ein vom Land Baden-Württemberg initiiertes und gefördertes Netzwerk, deren Koordinierungsstelle beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt ist. Oberstes Ziel ist es, die Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik zu bündeln und den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 unterstützend zu begleiten.

Smart City Stuttgart kommt!

Was in Amsterdam innerhalb weniger Tage klappte, sollte in Stuttgart doch auch problemlos möglich sein – das dachten wir uns von digital worx und bringen „The Things Network“ zusammen mit bridging IT nach Deutschland.

Stuttgart - digital worx

digital worx bringt das The Things Network nach Stuttgart

Stuttgart ist die erste deutsche Stadt, die das unabhängige, freie und nur per Crowdfunding finanzierte Internet-of-Things-Netzwerk aufbaut.

Das Netzwerk macht sich eine neue kabellose Open-data-Verbindung namens LoRaWAN (Long Range Wide-area network) zunutze: Sie zeichnet sich durch einen niedrigen Energieverbrauch, eine geringe Bandbreite und einen Radius aus, der locker 10 km umfasst. Ein Anbieter ist nicht notwendig, die Verbindung funktioniert ohne 3G, WiFi oder Bluetooth.

Von Amsterdam aus erobert The Things Network die ganze Welt: Innerhalb kürzester Zeit reagierte die Internet-of-Things-Gemeinde auf den Impuls. Gruppen und Unternehmen aus São Paulo, London, Paris, Sydney, Boston oder Manchester schlossen sich an – und eben auch als erste Stadt in Deutschland nun Stuttgart. Sie begannen, eigene LoRaWAN-Projekte ins Leben zu rufen, die auf der The-Things-Network-Technologie basieren.

„Wir bauen gemeinsam das größte weltumspannende Netzwerk, um Gegenstände und Dinge mit dem Internet zu verbinden. Das Ganze im Geist echter Internet-Pioniere: frei zugänglich und auf Basis von Open-Source-Software. Es ist wunderbar, dass wir gemeinsam mit unserem Partner Bridging IT das The Things Network nach Stuttgart bringen können“ ,so Mirko Ross, Geschäftsführer von digital worx.

Die große Resonanz war für die Initiatoren, Wienke Giezeman und Johan Stokking aus Amsterdam, der endgültige Beweis, dass ein offenes, weltumspannendes und per Crowdfunding finanziertes Internet-of-Things-Netzwerk möglich ist – und das innerhalb kürzester Zeit.

Knappe drei Wochen vor Ende der Crowdfunding-Initiative bei Kickstarter hat das The Things Network das anvisierte Finanzierungsziel von 150.000 Euro erreicht – innerhalb der ersten 24 Stunden war die Hälft der angepeilten Summe bereits zusammengekommen. Schon jetzt hat das Netzwerk über 500 Unterstützer und zählt zu den erfolgreichsten Kickstarter-Kampagnen.

„Der Einstieg in The Things Network ist für begeisterte Selbstbauer schon unter 200 Euro möglich. Benötigt wird ein kleiner Arduino-Rechner und eine LoraWan-Funkkarte. Durch Kickstarter wird es möglich, die Hardware in Zukunft zu einem Viertel dieses Preises und für den Betrieb fertig konfiguriert zu erwerben“, so Ross.

Soft- wie auch Hardware des Netzwerks folgen dem Open-Source-Prinzip. Die über Kickstarter finanzierte Hardware soll ab Juli 2016 erhältlich sein.

The Things Network - Stuttgart - digital worxHierbei werden Lösungen zu erschwinglichen Preisen zwischen 60 und 200 Euro entwickelt, wie zum Beispiel The Things Gateway: Der Router mit einer Reichweite von rund 10 km ist recht kompakt und sehr einfach und ohne Tüftlerkenntnisse zu installieren.

Er kann bis zu 10.000 Knotenpunkte bedienen und ist wie alle Hardware-Komponenten auf Sicherheit ausgelegt: LoRaWAN verwendet eine 128-bit-AES-Verschlüsselung auf beiden Seiten. Die Netzwerkschlüssel sind zudem einzigartig pro Knotenpunkt.

Die Einsatzmöglichkeiten für das The Things Network sind breit gefächert, von der smarten Türklingel über das Sicherheitssystem bis hin zu anderen praktischen Alltagshelfern.

Bisher bereits umgesetzte Projekte sind zum Beispiel: Der Tracker für das Fahrrad – das Device wird einfach am Fahrrad befestigt, per App lässt sich der Standort überprüfen oder zum Beispiel ein Alarm einstellen, sollte das Rad bewegt werden. Innovativ ist auch die Umsetzung im Tierschutz: Meist haben Anti-Wilderer-Einheiten in Simbabwe keine Möglichkeit, einander sofort und effektiv über Vorfälle zu informieren. Mittels einer informativen Online-Karte können wichtige Informationen sofort markiert werden, die einzelnen Teams können schneller eingreifen und im Nachgang lassen sich Muster der Wilderer analysieren.

Weitere Informationen gibt es hier:
http://thethingsnetwork.org/c/stuttgart

Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis 20. November bei Kickstarter:

Silicon Stroll Bootcamp

3. & 4. November in Dublin, Irland.

Riesen-Ehre für digital worx: Als eines von acht baden-württembergischen Unternehmen darf der Softwareanbieter für webbasierte und mobile Anwendungen seine Expertise und Innovationen vor einem ausgewählten Publikum von 30 Investoren beim Silicon Stroll Bootcamp in Dublin präsentieren.

Insgesamt dürfen nur 50 der vielversprechendsten europäischen Unternehmen ihr Können unter Beweis stellen. Darüber hinaus knüpfen die Teilnehmer wertvolle Kontakte zu Branchengrößen wie Google, PayPal oder IBM, die sie am ersten Tag in ihren Innovationsschmieden empfangen.

digital worx invited to silicon stroll bootcamp

Unter dem Motto „Future Insights, Trends and Innovations“ treten 50 Unternehmen in sogenannten „Pitching Battles“ an, um die 30 Investoren von ihren Konzepten, Ideen und Technologien zu überzeugen. Dem Sieger winkt zwar ein Preisgeld, doch der Gewinn liegt woanders, wie Mirko Ross, Geschäftsführer von digital worx erläutert: „Neben der Möglichkeit, interessante Kontakte zu Investoren zu knüpfen, profitieren wir natürlich in enormem Maße von der Möglichkeit, einige der größten und wichtigsten Player der Branche kennenzulernen, uns mit ihnen auszutauschen und sie für unserer Lösung zu begeistern.“

digital worx wird die Investoren mit iBeacon-Anwendungen für die Industrie beeindrucken. Dadurch werden Arbeitsabläufe und der Materialfluss in der Fabrik der Zukunft mit Unterstützung von mobilen Apps und Ortungssystemen optimiert. Ziel ist es, eine Störung in einer Produktion schnell zu identifizieren und Mitarbeiter in kürzester Zeit zum Ort des Fehlers zu lotsen. Dadurch werden teure Stillstandszeiten in der industriellen Produktion verkürzt.

Das Silicon Stroll Bootcamp ist Teil des European Investor Gate Project (EIG). Unterstützt wird das Silicon Stroll Bootcamp durch Google, PayPal, IBM, den Web Summit, Enterprise Ireland, das ACE Projekt und Microsoft Ireland.

Waren intelligent, effizient und ökologisch geliefert

Regelmäßig ärgerte sich Dr. Matthias Brunner über die gelbe Benachrichtigungskarte im Briefkasten, die ihn informierte, dass seine Sendung nicht zugestellt werden konnte. Er beginnt sich zu fragen: Warum muss sich der Kunde nach dem Lieferboten richten? Die Idee: Ein Service muss her, bei dem der Kunde wieder an erster Stelle steht.

Die Zusatzaufgaben: Die Auslieferung der Waren soll ökologisch sinnvoll, effizient und pünktlich zum Wunschtermin des Kunden erfolgen. Die Umsetzung: „bringx“, eine hochgenaue Planungssoftware für innerstädtische Kuriere – dank App-Unterstützung immer auf dem aktuellen Stand. Das Revolutionäre: Der intelligente Dispositionsalgorithmus berücksichtigt das aktuelle Verkehrsaufkommen, um Lieferungen auf bis zu 10 Minuten genau zuzustellen und berechnet die ökologisch sinnvollste Routenplanung.

Bringx neuer optimierter Lieferservice

Seit Juli ist bringx in Stuttgart online und aktiv.

MATTHIAS BRUNNER: Ich wollte ein System schaffen, das den Kunden alle lästigen innerstädtischen Besorgungen abnimmt – und das zu jeder Uhrzeit, bis zu 10 Minuten genau“, erklärt Brunner. Der Fokus liegt dabei auf der Verbindung von ökologisch sinnvollen Wegen, gutem Service und kleinem Preis. Die Gebühr für Kurierlieferungen im Innenstadtgebiet liegt bei unter 10 Euro. „Bei uns gilt: Der Konsument bestimmt, was er will und wann er es will.

digital worx hat die zugehörige App entwickelt. Sie verarbeitet die Transportaufträge, die über die bringx-Plattform angenommen werden. Zudem kommuniziert sie mit dem Dispositionsalgorithmus, der die präzise Berechnung der Abhol- und Ankunftszeit unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Fahrer, der bereits eingeplanten Aufträge und sinnvollsten Wegstrecken samt der aktuellen Verkehrssituation übernimmt. Die App verwaltet außerdem die Aufträge, informiert über die Annahme- und Abholstellen und koordiniert die Fahrer.

Derzeit ist das Angebot auf die Stadt Stuttgart beschränkt, erklärt Brunner: „Wir sind seit Juli im Geschäft. Aktuell liefern wir den Proof of Concept im Bereich Essenlieferung (siehe heute-was-besonderes.de), ab September werden unter www.bringx.com ganztägig Warenlieferungen angeboten.“ Derzeit beschäftigt er zwei festangestellte Fahrer und zusätzliche Springer, wenn das Auftragsvolumen durch die Beschäftigten alleine nicht bewältigt werden kann.

Wie geht es mit bringx weiter? „Eine Ausweitung auf andere Großstädte wird angestrebt – diese forcieren wir aber erst, wenn wir bringx in Stuttgart erfolgreich etabliert haben“, so Brunner. Er sieht aber noch mehr Potenzial in der Lösung: „Im Herzen bin ich immer noch Wissenschaftler und auf der Suche nach der besten Planungslösung für Ballungsgebiete. Dazu pflege ich den Kontakt zu mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen, damit bringx auch auf künftige Herausforderungen optimal reagieren kann. Auf der anderen Seite erhoffe ich mir, dass die Auswertung der von den Fahrern erfassten Fahrtzeiten den Städten hilft, ihre Verkehrsplanung und -modelle zu optimieren.“

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