Moon

Augmented Reality - iPhone und iPad machen Visionen wahr

27.03.10

Vor über einem Jahrzehnt war ich auf meiner ersten Konferenz zum Thema Virtual Reality (VR). Ich kann mich daran noch gut errinnern. Es wurden eindrucksvolle Beispiele der Computergrafik und Echtzeit-Simulation gezeigt: meist einfache geometrische Gebilde, die mit globigen Shutter-Brillen tatsächlich in 3D erschienen und mit einem Pointer interaktiv im virtuellen Raum verändert werden konnten. Um diesen Effekt zu bewerkstelligen liefen im Hintergrund zwei Hochleistungsrechner von SGI heiß.

Und nun 15 Jahre später? Die Grafik von damals verblaßt gegen die virtuellen Spiellandschaften einer Playstation. Die teure SGI ist Schrott aus der digitalen Steinzeit, längst überholt von Spielekonsolen für ein paar hundert Euro…

Zurück zu meiner 1. Konferenz zum Thema VR.

Damals gab es auch ein theoretischen Entwurf für Augmented Reality, die Erweiterung unserer Realität um digitale Informationen. Es war damals ein Gedankenspiel. Es zeigte einen Architekten, der einen Table PC (den es Damals noch nicht gab) an eine Wand hält. Langsam fuhr er mit seinem Table PC die Wand entlang. Auf dem Bildschirm wurde gleichzeitig der Plan der Gebäudetechnik angezeigt. CAD-Zeichnungen von Kabelschächten und Rohre, die sich verborgen in der Wand befinden. Willkommen in der Welt der Augmented Reality. Das ganze war ein abstraktes, aber sehr anschauliches Beispiel für die Anreicherung von Computer Simulation mit unserer Wahrnehmung des dreidimensionalen Raums.

Und heute? Augmented Reality setzt gerade zu einem Siegeszug an. Dank dem iPhone und dem Internet, gibt es zahlreiche Applikationen mit dieser Art von Anwendung.

Hier mein YouTube best of:

Mein schlimmster Technologie-Albtraum

11.12.08

 Mein Albtraum

So jetzt wisst Ihr es ;) Das komplette Interview auf startup.yeebase.de

Kommt VoIP doch auf dem Google Handy

25.09.08

Nach einem Bericht im Handelsblatt Blog könnte VoIP auf dem G1 schon in der nächsten Version, mit dem Segen von T-Mobile unterstützt werden. Zu begrüßen wäre es, denn ohne VoIP ist das Googles Android nur ein amputiertes Betriebssystem - von der versprochenen Offenheit keine Spur.

Im Spagat mit den Bedürfnissen der Netzbetreiber, hat sich Google dazu hinreißen lassen, die VoIP Unterstützung in der aktuellen Version von Android zu unterbinden. Auch kann die Open Source Gemeinde nicht die betreffenden Funktionen einfach nachträglich einbauen, da wesentliche Elemente von Android nicht in den Sourcen offengelegt sind. Das offizielle Argument heisst “Sicherheit”, wobei Security by Obscurity bekanntlich nicht wirklich eine gute Sicherheitsstrategie ist. Vielmehr geht es wohl eher darum, die Netzbetreiber vor einer unkontrollierten VoIP Nutzung zu schützen.

So haben die Macher von OpenMoko, einem ebenfalls auf Linux basierendem OS für Handies, kein Problem damit die gesamte Source zu veröffentlichen. Denn die für das GSM Netz sensible Routinen sind auf direkt auf der Hardware des GSM-Baustein im Handy gekapselt. Googles Versuch teilweise Offenlegung des Quelltextes mit Sicherheitsaspekten zu begründen, ist daher wohl kaum mehr wie eine laue Schutzbehauptung.

Vergleicht man das G1 Android mit dem OpenMoko Handy “Neo Freerunner“, besticht die “echte” offene Plattform Open Moko mit einem eleganteren Design, freier Netzwahl ohne SIM Lock und USB Standardschnittstellen. So muss eine alternative zum iPhone aussehen!

Google Handy entäuscht auf ganzer Linie

24.09.08

Wie ein Souflé das zu früh aus dem Ofen geholt wurde, ist die heiße Luft aus dem Thema Google Handy entwichen. Trotz bester Köche, ist das Ergebnis ein unansehnlicher schlaffer Kuchen. So enttäuscht, das gestern von Google / T-Mobile / HTC präsentierte G1 Android Handy auf ganzer Linie.

Die “Weltneuheit” besticht zu erst durch ihr plumpes Design. Im Gegensatz zum stylischen iPhone ist das HTC Handy ein klassisches “old School” Design, oder anders gesagt, es unterscheidet sich nicht wesentlich von den zig anderen Smartphone Modellen am Markt. Im Gegensatz zum großen Konkurrenten iPhone ist das G1 schwerer und dicker.

Android ist ein offenes Betriebssystem (oder fast offen?), doch was bringt dies für Vorteile, wenn die Geräteplattform durch proprietäre Eigenschaften besticht. So verfügt das HTC G1 über keine Standardschnittstellen für USB oder Kopfhörer.

Die Software-Eigenschaften sind ebenfalls nicht bestechend. Abspielen von Videos? Fehlanzeige! Und noch viel unsäglicher für Business-Anwender: Kalenderdaten können nicht per Active Sync abgeglichen werden. Da bietet einem schon jedes Consumer Handy von Nokia mehr Komfort. Womit wir mit der Mär aufräumen können, dass Android ein komplett offenes System ist. Google hat die Plattform bislang nur in Teilen veröffentlicht. VoIP wird in Abstimmung mit T-Mobil auf dem G1 nicht unterstützt.

Kommen wir aber nun zur Kernfrage:
Wie bekomme ich das neue G1?

Antwort:
In den USA nur über T-Mobile mit einem zwei Jahre Knebelvertrag!

Ich sehe da nicht wirklich einen Vorteil in Android. Zumal der T-Mobil Vertrag natürlich die Nutzung von VoIP auf dem G1 ausschließt. Wieder mal ein Zeichen dafür, wie Gaga der Mobilfunkmarkt derzeit ist.

Nur in den Kosten kann das G1 das iPhone schlagen. Wer in den USA die Geräte mit einem zwei Jahresvertrag nutzen will, muss bei beiden Geräten tief in die Tasche greifen, nur beim G1 um $380 weniger. Die Gesamtkosten für die Geräte mit Vertrag belaufen sich laut einer Rechnung von Wired auf:

AT&T iPhone: $2.360

T-Mobile G1: $1.980

Bei beiden Vertragsvarianten kann von uneingeschränkter mobiler Kommunikation keine Rede sein.  Dazu zum G1 Vertrag T-Mobile CTO Cole Brodman in Wired:

“We want to be open in a way that consumers can rely on”

Was soviel heißt wie: “Offen? Wir werden einen Teufel tun. Der Kunde soll das fressen, was wir ihn hinwerfen”.

Na dann guten Appetit mit dem schlaffen Souflé G1.

The next big thing: Georeferenzierung

01.07.08

Heute spiele ich mal Augur und prophezeie: Georeferenzierung wird “The next big thing” bei mobilen Internet-Services.

Seit über einem Jahrzehnt wird dies ja immer wieder von verschiedenen Experten vorhergesagt und nichts passiert. Doch in den kommenden zwei Jahren sehe ich mobile Geoinformationsdienste auf dem Durchmarsch zur Massenanwendung.

Zwei Player bestimmen den Markt

1. Es gibt zwei globale Player, die in den nächsten Monaten mit mobilen geo basierten Diensten auftrumpfen werden:

Apples iPhone der 2. Generation ist ein perfektes mobiles Endgerät für Geodienste. Die Bestimmung der Position erfolgt entweder per Mobilfunkzelle oder GPS. Durch seine einfache Handhabung ist das iPhone eine ideale Plattform für web basierte Services, die Geo-Informationen nutzen.

Google Maps und Google Earth sind nicht nur fantastische Anwendungen sondern auch ein riesiger Agregator, der es Google erlaubt Medien- und Informationen mit Ortbezug zu sammeln. Es entseht bei Google eine umfassende Verknüpfung von Kartographie und Information.

Warum “the next big thing”

Mobile geobasierte Dienste sind bislang an zwei Dingen gescheitert: Hemmungen durch Mobilfunk- und Servicanbieter und ein Mangel an guten mobilen Endgeräten. In dieses Vakuum stößt nun die iPhone-Plattform als Träger der mobilen Services des Marktführers Google.

Mit dem Web 2.0 ist ein umfassendes Ökosystem an Services entstanden, die an Google Maps und Google Earth andocken. Durch das iPhone können diese Dienste sehr einfach die mobile Welt auf dem Handy erobern. Im Gegensatz zu früheren Jahren mangelt es nicht an Anwender und Communities das mobile Web 2.0 nutzen.

Die mobile Zukunft ist spannender, als jemals zuvor.

Skins für das iPhone

10.04.08

Keine Lust auf die Standard-Look-And-Feel Oberfläche beim iPhone?

Die kostenlosen Skins der GUI-Designer von Softfacade leisten Abhilfe. Hier gibt es derzeit 15 unterschiedliche Skins für das iPhone mit kreativen Designs wie Chalkwalk, Comic oder Blueprint.

iPhone Alternativen

31.01.08

Keine Lust auf das iPhone? Hier gibt es eine hübsche Sammlung von alternativen Geräten. Wobei Nokia ist ja seit Bochum nicht mehr politisch korrekt, diesen Hersteller einfach überlesen ;)

Googles Mobilfunktpläne weiten sich aus

30.11.07

Google beteiligt sich an der Ersteigerung einer amerikanischen Mobilfunkfrequenz. Somit hat Google doch noch viel weitere Pläne, als “nur” mit Hilfe von Android die technologische Landschaft der Endgeräte zu verändern.

Vor zwei Jahren war ich Gast auf einer Konferenz zum Thema der zukünftigen Mobilfunkmärkte. Auf einem Podium saßen durchweg die Größen der Branche: Carrier und Handyhersteller. Schon damals wurde in der Diskussion “Google” als großer zukünftiger Wettbewerber ausgemacht. Nun ist es also Fakt.