Category Archives: Open Source

CeBIT 2009: Open Source CRM im Vergleich

Samstags auf die CeBIT? Normal nicht gerade mein Lieblingstag, da sich am Wochenende Scharen von Privat-Anwendern und Kids die Gänge in den Messehallen verstopfen. Für meinen Vortrag zum Thema „Open Source CRM Systeme im Vergleich“ musste ich allerdings den Samstag in Kauf nehmen.

Auf Einladung des Linux Magazins habe ich in einem einstündigen Vortrag einen Überblick zum Thema Open Source CRM gegeben. Im Mittelpunkt der Präsentation war ein Einblick in den Stand der Technik sowie Antworten zu Lizenz- und Geschäftsmodelle der verschiedenen Anbieter. Danach einen direkten Vergleich der drei populärsten Open Source CRM Systeme: vtiger CRM, SugarCRM und OpenCRX. Unter die Lupe genommen wurden Community, Architektur, Skalierbarkeit, Leistungsumfang und Anwenderfreundlichkeit.

Meine Präsentation gibt es hier zum Download:

Open Source CRM Systeme im Vergleich (PDF, 1 MB)
OpenCRX, SugarCRM, vtiger CRM
Vortrag CeBIT 07.03.2009, Mirko Ross

Mein Vortrag im Rahmen des CeBIT Open Source Forums war gut besucht. Danach noch ein Rundgang durch Halle 6 und einige Gespräche mit Bekannten und Geschäftspartner. In Punkto von Exchange-Daten mit CRM Anwendungen etwas philosophiert und interessante Ansätze angeschaut. Davon später mehr.

Don’t panic you are safe!

Bevor jemand schimpft „böses Open Source“  oder „böses Typo3″, meine 5 Cent zum aktuellen Sicherheitsupdate für Typo3.

Unabhängig ob proprietär oder Open Source, hat Software generell ein Problem mit Schwachstellen. Und es gibt bei Websoftware-Systemen immer böse Zeitgenossen, die versuchen in diese zu einzudringen.

Meistens erfahren Anwender bei propritärer Software nichts von solchen Gefahren und Sicherheitsproblemen, da Hersteller diese in einem „stillen Verfahren“ per Update beheben. Oder es gibt ein bekanntes Sicherheitsproblem und man muss eben warten, bis der Hersteller dies löst. Der Internet Explorer ist dafür ein wohlbekanntes beispiel.

Nun hatte auch TYPO3 jüngst ein massives Sicherheitsproblem. Die Open Source Community hat vorbildlich reagiert. Zu erst wurde rasch in den Sourcen das Problem indentifiziert und per Patch geschlossen. Danach gab es eine offizelle Meldung mit der detailierten Information zum Sicherheitsproblem und den Hinweisen zum Patchen der betroffenen TYPO3 Versionen.

Nun ist es eben an den Nutzern des Systems, dieses auf den aktuellen Stand zu bringen. Wir haben beispielsweise schon vor der Veröffentlichung der genauen Schwachstelle, damit begonnen die Server unserer Kunden auf den aktuellen Stand zu bringen und per Patch die Sicherheitslücke zu schließen.

Dein Wille geschehe

Bundesweit einmaliger Ideenwettbewerb an der Uni Hohenheim

Wie sollen Studiengebühren verwendet werden? Die Universität Hohenheim hat nun unter dem Motto „Dein Wille geschehe“ einen Ideenwettbewerb im Internet gestartet.

Gesucht werden sinnvolle Ideen zur Verwendung von Studiengebühren. Studierende und Hochschulangehörige können Ideen über das Internet oder per Postkarte einreichen. Alle Ideen werden im Internet-Portal präsentiert und können dort von Studenten bewertet und kommentiert werden.

Dein Wille geschehe - Ideenwettbewerb an der Uni Hohenheim

Die Aktion ist bis dato ein voller Erfolg. Stand heute 10. Dezember wurden insgesamt 397 Ideen eingereicht, 641 Kommentare geschrieben und 47194 Stimmen abgegeben. Der bundesweit einmalige Ideenwettbewerb der Uni Hohenheim läuft noch bis 19. Dezember.

Realisiert wurde der Ideenwettbewerb im Internet durch unsere Agentur. Auf Basis des Redaktionssystems TYPO3 wurde dazu eine spezielle Erweiterung für die Einreichung und Bewertung von Ideen entwickelt.

Es kommen starke Zeiten für Open Source

Im Moment sitze ich gerade bei einem „Afterwork Bierchen“ am Flughafen und warte auf meinem Flieger. Zeit also ein bischen Zeit, um einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Noch ist der Abwärtstrend an der Börse nicht voll in der IT-Welt angekommen. Doch zeigen die ersten Indikatoren nach unten. In 2009 wird die Party in der Software-Branche vorbei sein.

Konjunkturelle Schwächephasen sind allerdings eine hervorragende Zeit für Open Source Produkte und Open Source Dienstleistungen. Denn Open Source Software bietet den Anwendern einen enormen Vorteil: keine Lizenzkosten und die Freiheit, die Software unbegrenzt für eigene Zwecke einsetzen zu können. Ich sehe daher starke Zeiten für Open Source Software und Open Source Dienstleistungen. Gute Chancen für Open Source Software gibt es in den Bereichen:

  1. Server-Infrastuktur und Virtualisierung
  2. Groupware
  3. Office-Lösungen
  4. CRM
  5. ERP

Let’s go.

Na dann machen wir halt auf Open Source…

…ist nicht immer die Lösung. Hersteller von proprietärer Software haben es in engen Märkten unheimlich schwer, wenn das eigene Software-Produkt nicht Marktführer ist. Zu diesen Märkten zähle ich CMS, CRM und eCommerce. Ich bin seit Jahren mit Geschäftsführern von proprietären Software-Häusern im Dialog, wenn dort darüber nachgedacht wird ein Open Source Strategie anzuwenden.

Meistens komme ich zum Schluß, daß für eine Software die zukünftige Lizensierung als „Open Source Produkt“ keine Zukunftssicherung darstellt. Dabei unterliegen die meisten Gesprächspartner einfach einem Trugschluß, wenn sie meinen Kosten einsparen zu können, in dem Sie eine proprietäre Software zukünftig als Open Source verfügbar machen.

Hier die größten Irrtümer:

1.) „Wir sparen Entwicklungskosten, in dem wir die Entwicklung auf die Open Source Gemeinde outsourcen“

Nein, es wird in den seltensten Fällen gelingen ein Software-Produkt am Leben zu halten, ohne die Entwicklung mit Cash zu fördern. Große erfolgreiche Open Source Projekte verfügen oftmals über ein finanzstarkes Funding-Programm, das in einem Wettbewerb der Ideen die besten Entwickler für einen Meilenstein einkauft.

2.) „Durch Open Source sichern wir uns einen Vertriebsvorteil.“

Es zeigt sich leider, dass dies meisten proprietären Software-Hersteller nicht in der Lage sind den Open Source Gedanken kosequent umzusetzten. Warum? Wenn die gesamte Unternehmensstruktur und -philosophie auf dem Prinzip propritärer Software basiert, dann kann eine Open Source Philosophie im Unternehmen nicht gelebt werden. Die Folge sind Brüche in der Unternehmens- und Produktkultur.

3.) „Durch Open Source entwickelt sich unser Produkt schneller und nachhaltiger.“

Sofern sich Entwickler finden die mitmachen – vielleicht. Tatsache ist, Entwickler, insbesondere Open Source Entwickler sind meist eitle Gestalten. Sie möchten nicht nur guten Code produzieren, sondern zeigen, dass Sie den BESTEN Code produzieren. Die Beteiligung an einer Open Source Community hat sehr viel mit Anerkenntnis und Wertschätzung zu tun. Dies führt dazu, dass eine bestehende komplexe Software kaum Entwickler findet die bereit sind, sich in diese einzuarbeiten, da diese NIE den Ansprüchen eines Open Source Entwicklers entsprechen wird. Zu dem muss die Software-Entwicklung im eigenen Haus lernen mit Ratschlägen von Open Source Entwicklern umzugehen. Das klappt kaum.

Unter diesen Gesichtspunkten, bin ich gespannt ob es der Living-e AG gelingt, das CMS WebEdition in ein lendiges Open Source Projekt zu überführen.

1 2 3 4 5 8