Moon

Yigg vermisse ich nicht

02.08.08

Die letzten 4 Wochen war ich mit meinem besten, schönsten und anstrengendsten Projekt beschäftigt (dazu später mehr). So ist der Relaunch von Yigg.de vollkommen an mir vorüber gegangen.

Nun habe ich mir heute die neue Yigg-Seite angeschaut und… ja was soll man da sagen? Orange!

Mich wundert es nicht, dass der Relaunch zu einem Sturm von negativen Kommentaren geführt hat. Die neue GUI sieht wirklich unübersichtlich und unelegant aus. Auf den Punkt gebracht: einfach Scheiße. Oder wie der Blog Anwälte in Vulkane werfen so schön schreibt:

Führende deutsche Social News Community sucht arbeitslosen Bauschlosser zwecks Erstellung eines Templates. Erfahrungen im Sackhüpfen, Eierlauf und Seilspringen von Vorteil.

Schade, ich fand bislang, das Yigg ein wirklich gelungene Adaption der Idee von Digg war. Yigg hatte es geschafft sich mit eigenen Ideen aus dem Schatten des großen Vorbild zu lösen. Und nun das. Dieser Relaunch war kein großer Wurf, eher ein Desaster.

Die beste Analyse zum misratenen Yigg-Relaunch gibt es bei Selbständig im Netz.

Google starte Knol

24.07.08

Googles Anwort auf Wikipedia, ist nun in der Betaversion online. Im Gegensatz zur freien Enzyklopedie setzt Knol auf einen ausgewählten Pool von Autoren und einem Honorarsystem auf Werbebasis.

Mehr zu Knol im Google-Blog

Neues bei Castogo

03.07.08

Ganz nebenbei hat sich bei unserem Reisepodcast-Projekt “Castogo” wieder etwas getan. Alle Reiseberichte können nun in den Formaten GPX für mobile GPS-Geräte und als KML Datei für Google-Earth heruntergeladen werden. Warum? Weil es so praktisch ist ;)

The next big thing: Georeferenzierung

01.07.08

Heute spiele ich mal Augur und prophezeie: Georeferenzierung wird “The next big thing” bei mobilen Internet-Services.

Seit über einem Jahrzehnt wird dies ja immer wieder von verschiedenen Experten vorhergesagt und nichts passiert. Doch in den kommenden zwei Jahren sehe ich mobile Geoinformationsdienste auf dem Durchmarsch zur Massenanwendung.

Zwei Player bestimmen den Markt

1. Es gibt zwei globale Player, die in den nächsten Monaten mit mobilen geo basierten Diensten auftrumpfen werden:

Apples iPhone der 2. Generation ist ein perfektes mobiles Endgerät für Geodienste. Die Bestimmung der Position erfolgt entweder per Mobilfunkzelle oder GPS. Durch seine einfache Handhabung ist das iPhone eine ideale Plattform für web basierte Services, die Geo-Informationen nutzen.

Google Maps und Google Earth sind nicht nur fantastische Anwendungen sondern auch ein riesiger Agregator, der es Google erlaubt Medien- und Informationen mit Ortbezug zu sammeln. Es entseht bei Google eine umfassende Verknüpfung von Kartographie und Information.

Warum “the next big thing”

Mobile geobasierte Dienste sind bislang an zwei Dingen gescheitert: Hemmungen durch Mobilfunk- und Servicanbieter und ein Mangel an guten mobilen Endgeräten. In dieses Vakuum stößt nun die iPhone-Plattform als Träger der mobilen Services des Marktführers Google.

Mit dem Web 2.0 ist ein umfassendes Ökosystem an Services entstanden, die an Google Maps und Google Earth andocken. Durch das iPhone können diese Dienste sehr einfach die mobile Welt auf dem Handy erobern. Im Gegensatz zu früheren Jahren mangelt es nicht an Anwender und Communities das mobile Web 2.0 nutzen.

Die mobile Zukunft ist spannender, als jemals zuvor.

Wenn der Sommer auch Web 2.0 wird…

26.05.08

Sommr ist Web 2.0:
* Fehlendes e im Namen
* Farbverlauf im Logo
* Social-Buttons auf der Seite
* Beta-Hinweis (rechts oben)
* Crowd-Sourcing: Die Benutzer stimmen über die Wunsch-Temperatur des nächsten Tages ab
* AJAX-Technik zur Abstimmung
* RSS-Feed für die aktuelle Wunsch-Temperatur
* Durch kontextsensitive Anzeigen wird das große Geld verdient
* Widgets
* Voll Social: Es gibt wohl kein besseres Small-Talk-Thema als das Wetter

Danke an Horst Klier für diese tolle Web 2.0 Seite: www.sommr.de

Open Social & Google friend connect

16.05.08

Open Social wird für mich “the next big thing”. Jetzt hat Google mit friend connect ein nettes widget präsentiert, welches die Vorteile von Open Social praktisch demonstriert:

Don’t believe in youtube

29.04.08

Virales Marketing verunsichert den aufmerksamen Youtube-Konsumenten. Ist das lustige Katzenvideo wirklich echt oder gestellt? Ist das Karaoke- Filmchen am Ende nur eine trickreiche Kampagne eines Musikkonzerns? War es in Wirklichkeit ein Stuntment, der 1 Liter Cola und eine Packung Mentos schluckte? Fragen, die mich nach diesem Filmchen bewegen:

Via Werbeblogger

Web 2.0: Quantensprung oder Meilenstein?

23.04.08

Ich bin mir sicher 2/3 aller Befragten würden mit “Quantensprung” antworten. Warum? Weil sich das Wort “Quantensprung” einfach viel schicker anhört als das Wort “Meilenstein”. Ein Quantensprung assoziiert “Highttech” und “Teilchen-Physik”. Kurzum ein “Quantensprung” ist “State of the Art”.

Wie dröge ist dagegen der “Meilenstein” ? Dieser stammt doch irgendwie aus einem vorherigen Jahrhundert oder? Meilensteine hat man an Strassen aufgestellt, damit der Reisende eine Information über die zurückgelegte Wegstrecke erhält. Da man per Pedes oder per Pferd keinen Tacho mit Kilometerzähler hatte, waren Meilensteine etwas wirklich sinnvolles. Aber Meilensteine stammen aus den vorherigen Jahrhunderten. Das sind wirklich veraltete Messinstrumente.

Okay ein Quantensprung ist ja physikalisch nur schwer greifbar. Planck hat diesen Begriff geprägt um den Übergang eines Quanten in einen anderen Zustand zu Beschreiben. Dieser Übergang findet in einem “Sprung” und unvorhersagbar statt. Max Planck mochte den Gedanken eines “Quantensprunges” eigentlich nicht. Denn dieser beinhaltet unbeschreibliche Zustände der Quanten in einem streng naturwissenschaftlichen Weltbild.

Ein Quantensprung ist eigentlich etwas ziemlich irritierendes in der Welt der Physik und Mathematik.

Eine Meilenstein dagegen ist eine klare Sache. Die klassischen Meilenstein aus der Zeit der Römer und Kelten wurden in Abständen einer “Leuga”, 2.450 Meter, aufgestellt. Der Meilenstein hat also Hand und Fuß.

Bei meiner nächsten Web 2.0 Konferenz werden ich den Quantensprüngen milde lächelnd begegnen. Am besten setze ich mich auf meinem Meilenstein, schließe die Augen und stelle mir vor, wie es Schrödingers Katze anstellt, sich in einer Web-Community zu beteiligen. Wo doch Katzenbilder so populär in Blogs sind.