Website für das Google-Imperium optimieren.

Vor 2000 Jahren führten alle Wege nach Rom. Heute im Internet-Zeitalter ist Google das Machtzentrum im World Wide Web.

In Deutschland zählt die Suchmaschine Google mit fast 90% Marktanteil (Stand 2006) zur ersten Anlaufstelle für Informationssuchende. Fast alle Wege führen zu Google und von dort weiter zu Informationsangeboten im Web.

In dieser Ausgabe von Think! berichten wir Ihnen, wie Ihr Internet-Auftritt durch die Beachtung einfacher Methoden in Google besser gefunden wird.

Google zeigt den Weg zur Webseite

Google

Wer bei der „Google-Suche“ erfolgreich seine Webseiten positionieren möchte, kommt nicht umhin sich mit der Funktionsweise dieser Suchmaschine zu beschäftigen. Doch wie genau Google die Postion einer Webseite für einen Suchbegriff einstuft, ist ein gut gehütetes Geheimnis.

Google schützt sich mit dieser Geheimhaltungspolitik vor unerwünschten Manipulationen durch Suchmaschinen-Optimierer (SEO’s) und Suchmaschinen-Spammer, die Seiten um jeden Preis auf Spitzenpositionen pushen möchten.

Es gibt weltweit eine Reihe von Experten, die über Versuche die Mechanismen von Google analysieren. Aus praktischen Experimenten lassen sich Faktoren für eine erfolgreiche Position in Google ableiten. Siehe dazu auch das Internet-Experiment „Nigritude ultramarine“.

Eine gute Position in Google ist kein Glückspiel

6er im Lotto

Auch Sie können durch Beachtung einiger Grundregeln die Position Ihrer Webseite in Google verbessern. Wichtige Faktoren, die sie selbst beeinflussen können sind:

  • Schlüsselwörter (Keywords) in einer angemessenen Dichte auf Ihrer Webseite verteilen. Die Kunst dabei ist es relevante Suchbegriffe in Titel, Überschrift und Text der Webseite zu nennen. Dabei ist es auch sinnvoll im Text der Seite Synonyme von Keywords zu nennen, damit diese ebenfalls von Google indiziert werden.
  • Verlinkungen zu Webseiten herstellen und in Ihrer eigenen Seite wichtige Keywords verlinken. Sowohl Links von anderen Webseiten, wie auch verlinkte Schlüsselwörter innerhalb der Webseite (Crosslinks) sind für Google ein Indikator für die Relevanz Ihrer Webseite in Bezug auf einen Suchbegriff. Je mehr Seiten im Internet auf Ihre Webseite verlinken, desto wichtiger stuft Google Ihre Internet-Seite ein. Als Maßeinheit für die Wichtigkeit vergibt Google den Page Rank. Sie können den Page-Rank Ihrer Webseite über die Google-Toolbar einsehen.
  • Seiten deren Inhalte oft aktualisiert werden, sind für Google attraktiver, als Seiten deren Inhalte über Monate und Jahre unverändert bleiben. Deshalb ist es sinnvoll auf der Homepage regelmäßig Neuigkeiten zu präsentieren. Sie sollten pro Monat eine bis vier Meldungen oder Änderungen durchführen (es gibt Experten die eine tägliche Änderung empfehlen, doch wir wollen es an dieser Stelle im Text nicht übertreiben).
  • Bei der Verwendung von Bildern sollten Sie diese immer mit alternative Texten versehen, die wichtige Schlüsselwörter enthalten.
  • Benennen Sie Navigationspunkte nach Keywords.

Technisches Feintuning

Wenn Sie diese Punkte beachten, können Sie in der Regel schon eigenständig durch die redaktionelle Gestaltung die Position im Google-Suchergebnis positiv beeinflussen. Durch ein technisches Feintuning lässt sich das Ergebnis noch verbessern.

Dazu ist es notwendig die Gestaltung und Programmierung des Internet-Auftrittes auf den Bedarf des Google-Bots abzustimmen:

  • Google Sitemaps sind eine spezielle Navigationskarte für den Google-Bot, der Ihre Webseite indiziert. Durch Google Sitemaps können Sie Google gezielt alle URLs der zu indizierenden Seiten mitteilen. Für Anwender des Redaktionssystems Typo3 gibt es beispielsweise eine Erweiterung die automatisch eine Google Sitemap erzeugt.
  • Das Redaktionssystem so verwenden, dass es statische Seiten mit der Endung *.html oder *.htm erzeugt.
  • Textüberschriften mit dem HTML-Tag (H1…) versehen.
  • Verzichten Sie auf Frames im Internet-Auftritt.
  • Verzichten Sie auf Schlüsselseiten und in der Navigation Ihres Internet-Auftrittes auf technische Spielereien wie FLASH-Animationen oder Java-Applets. Sollten Sie diese verwenden wollen, dann lassen Sie diese durch einen Experten einfügen, der weiß welche Anpassungen für Google notwendig sind.

Bezahlte Werbung auf Google

Dies sind einige wichtige Punkte mit denen Sie das Ranking Ihrer Seite in Google verbessern können. Für zahlende Interessenten bietet Google über die Einblendung bezahlter Adwords-Anzeigen, die Möglichkeit für eine Seite zu werben.

Google blendet je nach Suchbegriff gezielt die dafür vorgesehene Werbung ein. Der Werbetreibende kann diese Einblendung über die Definition einer Keywort-Liste bestimmen.

Dabei werden die Werbeeinblendungen über Klickpreise Cost per Click (CPC) abgerechnet. Gezahlt wird nur für Werbetexte, bei denen der Internet-Surfer per Mausklick auf Ihre Homepage weitergeleitet wurde.

Je nach dem wie viel Sie bereit sind pro Klick zu zahlen, positioniert Google Ihre Anzeige vor oder nach einem Wettbewerber.

Google-Adwords haben sich zu einem sehr effektiven Werbemittel entwickelt. Die Abrechnung ist fair und transparent. Und auch für Google lohnt sich das Geschäft mit zufriedenen Werbekunden, wie die Meldungen zu den Google Quartalszahlen 2006 zeigen.

Google ist nicht alles

Im Internet-Marketing führen fast alle Wege zu Google. Aber nur fast. Von großer Bedeutung sind ebenfalls spezielle Verzeichnisse wie Preisvergleichsportale, Blogs, Foren, E-Bay und Fachportale. Auch hat Google in anderen Ländern der Erde nicht den gleichen Stellenwert wie in Deutschland erreicht. Je nach Zielmarkt ist es also sinnvoll auch andere Suchmaschinen wie Yahoo, MSN oder Altavista zu beachten. Dies sollten Sie in der Vermarktung Ihrer Webseite berücksichtigen.

Und natürlich gibt es auch Experten für Suchmaschinen-Marketing (SEO), die Sie gerne beraten.

Kundenbeziehungsmanagement (CRM)

Die großen Versprechen der Software-Lösungen für Kundenmanagement und was in der Praxis davon übrig bleibt.

Stellen Sie sich vor, Sie planen Ihre eigene Hochzeit. Für den Bund der Ehe gibt es vieles zu überlegen. Sie werfen einen Blick auf Ihre Checkliste und lesen Dinge wie

  • Unterlagen für das Standesamt
  • Gespräch mit dem Pfarrer
  • Ehevertrag beim Anwalt aufsetzen
  • Mit Softwarehaus das Projekt „Ehemanagement-Software“ starten….

MOMENT…. das Projekt „Ehemanagement-Software“ ? Sie stutzen? Das zu Recht! Also kurz einen Griff zum Telefon und den Softwareberater anrufen (das kann dann in folgendem Dialog münden):

Sie: „Lieber Herr Softwareberater, erklären Sie mir doch mal, was das mit dem Projekt ‚Ehe-Management-Software‘ auf sich hat?“

Zunächst ist der Berater ziemlich aus dem Häuschen, schließlich ist er es nicht gewohnt ohne Powerpoint-Folien zu diesem Thema zu reden, aber nach einer kurzen Bedenkzeit legt er los:

Berater: „Das Projekt ‚Ehemanagement-Software‘ hat zum Ziel, die wesentlichen Faktoren in der Beziehung zu Ihrer künftigen Frau umfassend und über die gesamte Zeit Ihrer Ehe zu erfassen, auszuwerten und zu steuern. Dabei bestimmt die Software den `Lifetime-Value‘ Ihrer Ehefrau und sorgt dafür, dass Sie den Punkt der maximalen Wertschöpfung erkennen. Damit haben Sie die Chance rechtzeitig die Ehe zu lockern, sobald der Aufwand zur Beziehungspflege in keinem Verhältnis zum noch zu erwartenden Ertrag steht. Und das Beste: mit dem Projekt ‚Ehemanagement‘ können Sie nicht nur die Beziehung zu Ihrer Ehefrau bewerten und managen – sondern… “

…es folgt ein verschwörerisches Lachen am Telefon…

Sie: „Ähhhh, stopp! Ich möchte nicht mehr über die Möglichkeiten dieser Software erfahren! Diese Software passt für mich nicht in eine Ehe. Vielen Dank für die Information. Ich glaube ich verzichte auf die Ehemanagement-Software.“

Berater: „Aber … wenn Sie erst meine Powerpoint-Präsentation…“

Ohne zu erwidern und etwas verwirrt beenden Sie das Gespräch.

Vom Ehemanagement zum CRM

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Okay, „Ehemanagement-Software“ hat sich bislang noch nicht etabliert. Aber im Bereich Unternehmens-Software gibt es genug Lösungsangebote für das elektronische Kundenmanagement (oder auch Customer Relationship Management (CRM))

Customer Relationship Management hat sich in den letzten Jahren zu einem Schlagwort entwickelt, um das sich eine Heerschar von Beratern und Software-Anbietern tummelt. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansichten, Methoden, Versprechen und Software-Lösungen zu diesem Thema. Schlagworte wie „Customer-Lifetime-Value“, „Datamining“, „Permission-Marketing“ und vieles mehr geistern durch die Medien.

IT-Unternehmen lieben es, einfache Dinge durch kreative Wortschöpfungen aufzuwerten. Streichen Sie diese Schlagworte am Besten aus Ihrem Gedächtnis! Stattdessen lehnen Sie sich entspannt zurück und stellen Sie sich bitte eine einfache Frage:

„Was hat eine gute Ehe und die Beziehung zu meinen Kunden gemeinsam?“

Die Antworten sind so individuell wie jede Ehe. Doch sicherlich denken auch Sie an Faktoren wie Vertrauen, Zuverlässigkeit und Zuneigung. Falls Sie nicht eine Ehe nach dem Vorbild des Modell Anna-Nicole Smith führen möchten, hat der Faktor Geld bei Ihren Überlegungen keine Rolle gespielt.

Leider vergessen sowohl CRM Experten, Software-Anbieter und Unternehmen die strategisches CRM planen, dass dieses Thema in erster Linie von weichen Faktoren und Werten bestimmt wird und nicht von monetären Fragen – eben wie in einer guten Ehe.

Über 50% der CRM Projekte scheitern

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Falsche Erwartungen und Ziele sind dafür verantwortlich, dass laut einer Studie des Fraunhofer Instituts über 50% der CRM-Einführungen scheitern. Das Beratungsunternehmen Cap Gemini benennt 13 systematische Fehler die CRM Projekte scheitern lassen.

Doch einen Hauptmangel benennt Cap Gemini nicht: Unternehmen, die Ihre Kundenbeziehung auf rein monetäre Fragen reduzieren, werden im Kundenmanagement auf lange Sicht verlieren statt gewinnen. Denn diese Ausrichtung führt zu einer Unternehmens-Philosophie, die das Kundenmanagement auf reine Umsatz- und Gewinnerwartungen reduziert. Eine Haltung die am Ende spürbar beim Kunden ankommt – falls Sie daran Zweifeln, dann Fragen Sie doch einfach Ihre Frau nach den Werten Ihrer Ehe.

Erfolgsfaktoren für Kundenmanagement

Bevor Sie intern über strategisches Kundenmanagement nachdenken und in ein Projekt starten, sollten Sie diejenigen fragen die im Mittelpunkt Ihrer Unternehmung stehen: Ihre Kunden. Erörtern Sie gemeinsam mit Ihren Kunden, deren Bedarf nach Betreuung, Information und Service.

Erst mit diesen Informationen aus erster Hand, sollten Sie mit der strategischen Planung Ihres Kundenmanagements beginnen. Dann können Sie gezielt die einzelnen Aufgaben definieren und lösen:

  • Optimierung von Geschäftsprozessen
  • Mitarbeiter einbeziehen
  • zielorientiertes Projektteam
  • Datenbestände sichten und bereinigen
  • Erfordernisse für Software definieren
  • Budget
  • Software-Integration

Die Wahl der Mittel

Ganz am Ende Ihrer Überlegungen sollte die Integration der für Sie geeigneten CRM Lösung stehen. Dabei ist die Auswahl der geeigneten Software-Tools so vielfältig, wie es unterschiedliche Geschäftsgegenstände gibt. Strategisches CRM kann deshalb vom Geschäftskundenmanagement, über Alumni-Management, Fundraising oder Social Networking reichen.

Möchten Sie Ihre CRM-Lösung stark mit den IT-Prozessen im Unternehmen verbinden, sollten Sie darauf achten, dass die verwendete Software einen hohen Freiheitsgrad besitzt. Offene und transparente Schnittstellen und eine auf Open Source basierende Software geben Ihnen die Freiheit auf neue Erfordernisse schnell reagieren zu können.

Zum Abschluss

Zugegeben eine Ehe ist nicht immer einfach. Eine solche Beziehung lebt von Höhen und Tiefen, von Konsens und Dissens. Doch erfolgreiche Ehen sind eine starke Gemeinschaft, bei der die Partner gemeinsam durch Dick und Dünn gehen – ein tolles Vorbild für die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden.

Web 2.0 das Internet nach dem Internet

Ein neues Buzzword ist geboren: „Web 2.0″. Erfolgreich macht dieser Begriff seine Runden durch die Medien. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff „Web 2.0″? Stellen wir diese Frage einem Marketingprofi, Soziologen oder Techniker so werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit drei verschiedene Antworten erhalten.

Web 2.0 ist ein Oberbegriff unter dem eine Vielzahl von Entwicklungen im Internet zusammengefasst werden: Weblogs, RSS, Filesharing und vieles mehr. Alles Entwicklungen die das Nutzer- und Anwenderverhalten im Internet in den letzten Jahren wesentlich geprägt und verändert haben. Das Internet hat sich mit diesen Anwendungen von einer statischen Informations- und Verkaufsplattform zu einem interaktiven sozialen Raum gewandelt.

Das Internet im Wandel

Web 2.0 Mindmap nach O'reilly

In den Urzeiten des Internets waren die Rollen des Informations-Anbieters und des Informations-Suchenden klar getrennt. Im Web 2.0 verschwinden diese Trennungslinien. Der Nutzer wird Teil eines sozialen Netzwerkes mit dem er interagiert. Das Web 2.0 ist geprägt von Interaktionen mit virtuellen Gemeinschaften – den Communitys. Wer in der Musiktauschbörse neue Songs herunterläd wird über Peer-to-Peer Verbindungen auch zur Datenquelle für andere Teilnehmer der Tauschbörse. Der Informations-Suchende schlüpft mehr oder weniger bewußt in die Rolle eines Anbieters und wird Teil der Tauschbörsen Community.

Wie verändert sich die Internet-Nutzung im Web 2.0?

In den letzten zwei Jahren haben sich Trends herauskristallisiert. Das Internet wird verstärkt zum sozialen Raum. So werden in Weblogs und Wikis Informationen abgelegt, ausgetauscht und verteilt. Durch interkative Komponenten bilden sich Informationsräume mit eigenen Spielregeln. In diesen sozialen Informationsräumen können kleine Informationsbrocken sehr schnell zu großen unkontrollierten Lawinen anwachsen.

„…Weblogs, den Klowänden des Internet“ schrieb Jean-Remy von Matt. Just dieses Statement aus einer E-Mail wurde in einem Web-Tagebuch (Blog) publiziert und verbreitete sich binnen weniger Tage innerhalb der Blogosphäre. Es folgte eine Lawine Zitate, Trackbacks, Kommentaren und Blogeinträge der empörten Blogger. Jean-Remy von Matt hatte den Einfluss der Blogosphäre unterschätzt und stand nun vor einem hausgemachten PR-Gau. Nach einer Woche entschuldigte er sich öffentlich bei den beleidigten Bloggern. Was bleibt ist ein angekratztes Image und die Tatsache das beim „Googlen“ nach dem Namen „Jean-Remy von Matt“ nun 9 kritische Blog-Einträge die Rangliste 2-10 belegen!

Die Community an die Macht

Mit der musikalischen Liebeserklärung „Wo bist Du mein Sonnelicht“ sangen sich drei pfälzer Jungs in die Herzen der Blogger. Musikalischer Trash gepaart mit einem dilletantischen Video sorgten über Blogs und E-Mail für eine virale Verbreitung der selbsternannten Gesangskünstler. Binnen weniger Tage wurden Ismael, Selcuk und Fatih Hira zu Stars im Internet. Während bei „Deutschland sucht den Superstar“ über eine geballte Marketingoffensive ein „Hype“ teuer über Werbung erkauft werden muss, kürt die Internet-Community ihre eigenen Helden: über Mund zu Mund Propaganda werden in wenigen Stunden neue Medienstars geboren. Das Web 2.0 macht es möglich. Wo musikalischer Trash von Internet-Massen geliebt wird ist das Fernsehen mit Stefan Raab nicht weit. Und so haben es die drei pfälzer Jungs nun zum realen Plattenvertrag gebracht. Reschpekt!

Das Web 2.0 als Fläche für PR und Marketing

Es liegt Nahe die Mechanismen der Informationsverbreitung im Web 2.0 für kommerzielle und politische Zwecke zu nutzen. Doch dies ist ein Spiel mit dem Feuer. Meinungsbildende Communitys wie Wikipedia wissen um ihre Anziehungskraft und Multiplikatoren-Wirkung. Soziale Kontrolle funktioniert im Global Village des Web 2.0 ebenso, wie im Tante Emma Laden um die Ecke. Manipulationsversuche bleiben selten lange unentdeckt und können sich zu einem Boomerang entwickeln. Schmerzlich spüren mussten dies Abgeordnete des US Kongress, die versuchten Einträge in der Online Enzyklopädie Wikipedia zu schönen. Spürnasen der Wikipedia Community verglichen die IP-Adressen verdächtiger Textredakteure und identifizierten diese als Online-Anschlüsse von Abgeordneten-Büros. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Web 2.0, um in Windeseile von den klassischen Medien aufgegriffen zu werden. Der Skandal war Perfekt.

Web 2.0 ein Internet der Communites

Es ist dennoch eine grosse Versuchung die Mechanismen des Web 2.0 für Manipulation und Marketing zu nutzen. Mit jedem Noname der über Nacht zum Star wird, steigt die Begehrlichkeit durch gezieltes streuen von Informationen einen Hype für die eigene Person oder Produkte zu entfachen oder andere Personen und Unternehmen gezielt zu diskreditieren. Stars werden im Web 2.0 über Nacht geboren und sind morgen schon vergessen. Informationen verteilen sich im Web 2.0 in Wellen. Manchmal überlagern sich diese Wellen und erzeugen über eine Resonanz eine Monsterwelle. Der Hype – oder der PR Gau – ist geboren. Doch alle diese Wellen verlieren mit dem Lauf der Zeit ihre Energie und verpuffen. Was bleibt ist eine langsam verblassende Spur im Google Index.

Das Verhalten der Internet Community läßt sich nicht wie die Uhrzeit vorhersagen. Das Web 2.0 lebt vom ausgesprochen launischen Gemüt seiner Communitys. Was heute hip ist, ist morgen schon langweilig. Das macht das Web 2.0 sympatisch. Es ist eine spannende Spielwiese, die dazu einläd als Teil von virtuellen Gemeinschaften zu agieren und zu experementieren.

Links zum Thema

Richard Mac Manus und Joshua Porter: Web 2.0 for Designers
Tim O’Reilly: What ist Web 2.0
Spiegel Online: Web 2.0 – Zereiss mich, kopier mich

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