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Digitale Medien in der psychischen Versorgung?

Digitale Medien in der psychischen Versorgung (c) gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V.

Im Rahmen der KölnBonner Woche für seelische Gesundheit sowie des Europäischen Monats der Cyber-Sicherheit fand am 11. Oktober 2017 die Veranstaltung „Digitale Medien in der psychischen Versorgung statt.

Die Regionalen Innovationsnetzwerke „IT-Sicherheit“ (Institut für Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule) und „Gesundes Altern“ (gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V.) luden ein, den Anstieg sowie die Chancen und Herausforderungen von Apps, Internetprogrammen, Wearables und Co im Einsatz in der psychischen Versorgung zu diskutieren.

Nach einer Begrüßung durch die Gastgeberin, Sabine Goetzke-Zimmermann, Verwaltungsleiterin der Tagesklinik Alteburger Straße gGmbH, führte Dr. Alexia Zurkuhlen, HRCB Projekt GmbH, in die Veranstaltung ein. Im Rahmen ihrer Moderation forderte sie die Teilnehmer auf, die Thematik stets kritisch aus zwei Blickwinkeln zu betrachten: aus der Versorgungsperspektive aber auch aus der Perspektive der Daten- und Internetsicherheit.

Mit einem Bericht aus der klinischen Versorgung nahm Frau Dr. Elisabeth Rohrbach die Teilnehmer sehr praxisnah in den Versorgungsalltag mit und beschrieb die Motivation, aus der heraus sie bzw. die Klinik sich dem Thema Digitalisierung annimmt. EDV-gestützte Kommunikation, Wissensvermittlung über vorhandene Online-Angebote, Selbstmanagement der Patienten sowie die Überbrückung von Wartezeiten bis zur Therapie sieht sie als Chance für Ihren eigenen Arbeitsalltag sowie für die Patientenversorgung. Die Datensicherheit ist dabei unbedingt zu gewährleisten, stellt aber auch eine anspruchsvolle Aufgabe an alle Beteiligten. Der Einsatz digitaler Medien sollte aber vor allem als Ergänzung zur Therapie herangezogen und therapieunterstützend eingesetzt werden. Der persönliche Kontakt zum Patienten sei besonders in ihrem Fachbereich das wichtigste Werkzeug der Therapie.

Spannende Einblicke in die Entwicklung und Erforschung aus der Perspektive eines Softwareentwicklers gewährte Mirko Ross, digital worx Stuttgart. Mit seinem provokanten Titel, dass Apps in der Therapie veraltet sind und es in der Entwicklung bereits um einen empathischen digitalen Assistenten geht, verdeutlichte er, inwiefern technische Lösungen heute schon in das Lebens- und Therapieumfeld eines Betroffenen integriert werden können. Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten fließen nun in die aktuelle Arbeit im Projekt MITASSIST ein, welches vom Bundesministerium fuür Bildung und Forschung gefördert wird. „[…] interaktive körpernahe Medizintechnik […] soll die Lücke zwischen stationärer Behandlung und ambulanter Therapie durch psychotherapeutische Feedbacks schließen.“ )

Daran schloss sich der Vortrag von Matteo Cagnazzo, Institut für Internet-Sicherheit, an. Einleitend betonte er, dass der digitale Wandel in der Gesellschaft und eine generelle Technikbegeisterung in vielen Lebenslagen einen verantwortungsbewussten Umgang mit sensiblen Daten – privat und professionell – fordern. Beispiele von Hackerangriffen und Datendiebstählen belegen dies. Umso wichtiger sei die Entwicklung von vertrauenswürdiger Hard-und Software sowie die Weiterentwicklung verlässlicher Standards zum elektronischen Austausch von Daten zwischen Informationssystemen im Gesundheitswesen, welcher sich das Team des Instituts im Rahmen unterschiedlichster Projekte widmet.

Als Ärztin für Medizinische Informatik schlug Frau Dr. Czeschik, Serapion Beratung & Fachredaktion, im Anschluss die Brücke zwischen Versorgung, Entwicklung und Forschung hin zu der Rolle der Patienten. „Gebt mir meine Daten!“ verdeutlicht den wachsenden Einfluss der e-Patienten-Bewegung. Kritisch hinterfragte sie, auch mit Blick auf Finanzierung und Patientenrechte, die Rolle der Patienten, Leistungserbringer und Unternehmen bei der Aufbereitung und Analyse der Daten. Neue Möglichkeiten der Teilhabe können meist aber wegen technischer Unzulänglichkeiten noch nicht umfänglich genutzt werden. Abschließend erläuterte sie ganz praktisch das Konzept der Blockchain, welche zur Verbesserung der Transaktionssicherheit beitragen kann.

Im Anschluss an die Vorträge stellten sich die Referenten in einer Podiumsdiskussion den Fragen der Moderatorin sowie der Teilnehmer: Woher kommt der Boom im Bereich der digitalen Medien in der psychischen Versorgung? In der Frage waren sich die Referenten einig, dass dies durch verschiedene Faktoren bedingt wird, sei es Entwicklermotiviert, woraus sich aber auch durch ein positives Feedback der Patienten eine Nachfrage ergibt, sei es gefördert durch die systemische Ebene von Seiten der Ministerien oder der Berufsverbände der Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater.

Eine Frage aus dem Publikum nach der Verantwortung für eine vertrauenswürdige Lösung für z.B. Kliniken wird seitens des Podiums bestätigt. Technische Lösungen würden häufig nicht kundenorientiert, und damit nicht dem Klinikalltag entsprechend, entwickelt.
Die Frage auf das Recht der Datenhoheit beim Patienten stellt sich aus ärztlicher Perspektive, besonders im Bereich der Psychiatrie aufgrund von teilweise fehlender Kompetenz der Einordnung sowie des Ziels der Dokumentation als schwierig dar.
Über die Frage, ob eine Künstliche Intelligenz (KI) den Therapeuten ersetzen kann entsteht eine rege Diskussion auf dem Podium. Eine KI hat den Vorteil, dass sie unabhängig von persönlichen Befindlichkeiten eine neutrale Rolle einnehmen kann und ihr damit u.U. auch mehr anvertraut wird. Problematisch wird dies, wenn die KI ökonomisch motiviert agiert. Außerdem kritisch aus ärztlicher Sicht stellt sich bei einer KI die fehlende empathische Ebene eines menschlichen Therapeuten dar, welche eines der zentralen Mittel in der Therapeut-Patient-Beziehung ist.

Vermieden werden muss beim Einsatz digitaler Medien unbedingt eine Diskriminierung von Patienten aufgrund z.B. ihres Alters oder ihrer Vorbildung. Bei der Etablierung neuer Medien in den Versorgungsalltag kommt Multiplikatoren, die Möglichkeiten aufzeigen und Medienkompetenz vermitteln, eine zentrale Rolle zu.

  • Den Sprachgebrauch anpassen,
  • „Übersetzen“ von Fachinformationen,
  • Lösungen einfacher gestalten,
  • mehr finanzielle Ressourcen aufbringen,
  • Vermeiden zusätzlicher Bürokratisierung,
  • Daten- und IT-Sicherheit gewährleisten
  • und vor allem eine hohe Benutzerfreundlichkeit schaffen

diese Forderungen und To-dos resümieren die Referenten abschließend in einem Ausblick an alle Akteure, sodass sich Diagnostik, Behandlung und Therapie in der (psychischen) Versorgung verlässlich und sicher auf digitale Medien stützen können.

Ein Beitrag von Hannah Muranko, M.Sc. Wissenschaftliche Mitarbeiterin gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V.

Ransomware is not the biggest threat in the Internet of Things

data debates Berlin

No doubt, ransomware is a serious problem. And operators of critical infrastructures are doing well, to keep their system infrastructure up to date to prevent them from being high jacked of ransomware. Because the damage could be high, as we have seen when UK hospitals have been hit by Locky and Wannacry ramsomware.

I had the pleasure to listen to Francesco de Meo, CEO of Germany’s biggest private healthcare and clinic enterprise at the data debates event in Berlin. He pointed out that ransomware is one of the biggest security threat for hospitals and that IT security is highly aware to protect against it.

(c) Robbert van der Steeg / Flickr

(c) Robbert van der Steeg / Flickr

For sure he is wrong. Ransomware is a big threat, but also easy to defend. All you need is a proper implemented update process for you IT Systems.

The biggest threat for Hospitals are cyber weapons

In the past Hospitals have been always targets on warfare – irrespective of the Geneva Protocol or Hague Conventions. Even today we see hospitals hit in Syria by conventional weapons, with more over than 1000 airstrikes on 117 hospitals in 2016.

But if hospitals are a target on conventional warfare, what does it mean for cyber war?

It’s a serious consequence that they are priority targets for cyber weapons. As far we know from cyber weapons – their attacking vectors are much sophisticated. Using zero date exploits to intrude unnoticed by security guards, operating as sleeping agents waiting for remote commands and cover their tracks of attacker’s origin.

So how an ordinary hospital IT security infrastructure can prevent from being a target of cyber weapons?

They can’t.

Cyber commands worldwide are paying millions of dollars to acquire zero day exploits from black hat hacker markets. Cyber weapon carrier will not disclosure this exploits as are the “warheads” of cyber-attacks, providing a military advantage.

As long governmental programs will foster the undisclosure of zero day exploits, we are running into an unsecure internet infrastructure. That’s why the biggest threats for hospital is not ransomware. It’s military and intelligence attackers. No critical infrastructure can prevent from being hit unless we define a worldwide proscription of cyber weapons.

Better treatment of depression

More than 350 Mio. people worldwide are suffering from depression. It is one of the most common diseases globally. The Internet of Things paves the way for new treatment methods of depression.

dimago mental health companion

Together with a team of experts, digital worx entered a journey of innovation in the field of mobile health. We are directly contributing to the dimago startup team. During the last six months we worked hard to develop the technologies behind dimago. Now we cover the launch of the first product version which is designed to be tested in a living lab field trial.

Alexandra Rudl, Co-Founder of dimago says:

With the digital worx developer team and their great IoT expertise we have brought dimago from the idea to the product stage within only six months. Together we are now heading towards bringing dimago to the market.

Best watch the idea of dimago on youtube:

 

Industrial tools 3D printing and additive manufacturing

For sure, additive manufacturing is going to disrupt the classical job shopping industrial supply chain.

But according to study of PwC 47% of industrial companies, the main barrier of industrial 3D printing is the uncertain quality of the final product.

CoJob3D Industrial Quality Management for 3D Printing

Solving that pain is the mission behind our project CoJob3D Industrial Quality Management for 3D Printing. The last 6 months the team of digital worx worked hard to build a prototype system for quality management and assurance in the industrial 3D printing ecosystem. We convinced the European Commission to 3D Printing Accelerator to support us on our mission.

And finally we can say proudly “yes we did it”. 1st. to 2nd July we attended in Bilbao on the Fabulous 3D Printing community meeting and presented the prototype platform of industrial quality management for collaborative additive manufacturing.

Mission accomplished. We showed a working prototype to keep quality management on additive printing on track, according PPAP industrial standard.

Let’s talk with us, if your company is facing the challenges of disruption in additive printing: m.ross@digital-worx.de

Wearable im Dienste der seelischen Gesundheit

Bislang verlassen sich Ärzte und Therapeuten bei der Behandlung psychisch Erkrankter auf subjektive Aussagen ihrer Patienten sowie eigene Beobachtungen während der Sichttermine.

Ein neuer IT-gestützter Ansatz soll ergänzende Informationen liefern: Über ein mit Sensoren ausgestattetes Armband erfasst dimago physiologische Signale des Patienten. Diese lassen Rückschlüsse auf seinen seelischen Gesundheitszustand zu und ermöglichen es so, die Therapie von psychischen Erkrankungen effizienter zu gestalten.

dimago mental health companion

„dimago Mental Health Companion“ heißt das System, das ein mit Sensoren ausgestattetes Armband, eine App und einen Web-Service zur Analyse der Daten kombiniert. Patienten sollen das Armband möglichst 24 Stunden am Tag tragen, um eine zuverlässige und kontinuierliche Auslese und spätere Analyse zu garantieren. Es zeichnet beispielsweise Daten über Bewegung, Schlafverhalten, Blutdruck und elektrische Hautleitfähigkeit auf. Ziel von dimago ist es, dass behandelnde Ärzte psychisch erkrankter Menschen über diese Indikatoren zusätzlich zu ihrer subjektiven Wahrnehmung eine objektive Auswertung des psychischen Gesundheitszustands erhalten. So unterstützt das System psychisch Erkrankte, Angehörige und Ärzte bei der Therapie von Depressionen und bipolaren Störungen.

Und so funktioniert dimago: Das Armband verbindet sich per Bluetooth LE mit einem beliebigen Empfänger, beispielsweise ein Smartphone oder Tablet. Das Gerät speichert die Rohdaten, die die Sensoren des Armbands an eine Cloud senden. Dort werden sie ausgewertet. Patienten können die Datenanalyse für ausgewählte Personen freigeben – bspw. dem behandelnden Arzt oder Angehörigen. Diese können die Auswertung über eine App oder einen Web-Service einsehen. Zusätzlich kann der Patient sein subjektives Empfinden zu bestimmten Zeitpunkten als Notiz hinterlegen. So erhalten Patienten und Ärzte oder Therapeuten eine zusätzliche Gesprächsgrundlage bei Sitzungen, in denen sie körperliche Daten und subjektive Wahrnehmungen zu bestimmten Zeitpunkten in Relation setzen können. So lassen sich auch Rückschlüsse auf mögliche Auswirkungen von bestimmten Ereignissen auf die Stimmung des Patienten ziehen.

„Die Bewertung der Gesundheitsdaten erfolgt per Wearable, mobile Devices und vernetzte Dinge; die Verarbeitung findet auf einer gesicherten Web-Architektur statt und ist Bestandteil der europäischen FIWARE-Plattform“, erklärt Mirko Ross, Geschäftsführer von digital worx.

Der Softwareanbieter für webbasierte und mobile Anwendungen wird dimago technisch umsetzen. Eine besondere Herausforderung im Gesundheitsbereich ist die sichere Speicherung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten. Hier wird dimago von einem erfahren Expertenbeirat unterstützt.

Alexandra Rudl, Gründerin und Creative Director von dimago, ist der Meinung:

„Obwohl es mittlerweile eine gesteigerte Sensibilität für psychische Erkrankungen gibt, haben sich die Therapieansätze nicht in gleichem Maße entwickelt.“ Und weiter: „Wearables werden in anderen medizinischen Bereichen, also beispielsweise bei der Behandlung von Adipositas, bereits eingesetzt. Ihr Potenzial bei psychischen Erkrankungen ist bisher ungenutzt.“

Die Folge: Die Bewertung und Entwicklung von psychischen Erkrankungen ist immer noch stark von der Selbsteinschätzung der Patienten abhängig bzw. muss vom Arzt oder Therapeuten bei regelmäßigen persönlichen Terminen bewertet werden. Dies ist aber immer nur eine Momentaufnahme, eine kontinuierliche Bewertung kann so nicht erfolgen. dimago hingegen ermöglicht eine 24-stündige Daueranalyse am Tag.

Erste Feldtests sind für das zweite Halbjahr 2015 vorgesehen.

Hintergrund: Fast jeder vierte Europäer erleidet im Laufe seines Lebens eine psychische Erkrankung oder Beeinträchtigung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit 450 Millionen Menschen unter psychischen Erkrankungen leiden. Einsatzszenarien von dimago sind der stationäre Klinikaufenthalt, die Zeit nach einem Klinikaufenthalt oder die ambulante Therapie eines Patienten durch einen Psychologen. Dabei kann der Patient selbst entscheiden, wem er seine Daten zur Verfügung stellen will, also beispielsweise auch Familienangehörigen. Die Entwicklung von dimago wird durch das Accelerator-Programm FICHe der Europäischen Union unterstützt.

Weitere Informationen unter www.dimago-mhealth.com