Monthly Archives: März 2007

GPL v2 und GPL v3 im Vergleich

Die Reform der bedeutenden Open Source Lizenz GNU General Public Licence (GNU GPL) wird weitreichende Wirkungen auf Anwender, Programmierer und Unternehmen haben.

Mitte des Monats hat die free software foundation den neuesten Entwurf zur GPL Version 3 veröffentlicht. In den kommenden 60 Tagen soll in einem öffentlicher Review über den aktuellen Entwurf debattiert werden. Doch welche Änderungen beinhaltet die Version 3 der GPL gegenüber der Vorgängerversion?

Das Webmagazin Groklaw hat die Änderungen der GPL Version 2 und GPL Version 3 übersichtlich in einer Tabelle dargestellt.

GPL 2 im Vergleich mit GPL 3

Spam mit Aktientipps: bis zu 300% Kurssteigerung

Seit Wochen kursiert eine Spamwelle mit Aktientipps. Alle empfohlenen Wertpapiere sind wertlose ‚Pennystocks‘ von insolventen Unternehmen. Mit Beginn der Spamwelle verzeichnen die Aktiencharts der empfohlen Pennystocks erhebliche Kurssprünge nach oben.

Die Urheber der Spamwelle konnten mit krimineller Energie bei den beworbenen Titeln Kurssteigerungen von 200%-300% erzeugen. Ein lohnenswertes Geschäft für die Hintermänner.

Beispiel Popnet AG

Popnet Chart

Das Wertpapier des insolventen Internet-Dienstleisters Popnet AG dümpelten in der Vergangenheit zwischen 3 Cent und 5 Cent. Seit dem Beginn der Spamwelle ist das Papier auf 13 Cent gestiegen. Für Betrüger, die das Papier bei 4 Cent eingekauft haben, macht dies eine Wertsteigerung von über 300%!

Beispiel K&M Möbel AG

K&M

Beim Titel des insolventen Unternehmens K&M Möbel AG zeigt sich in zwei Wellen eine Steigerung des Aktienkurses. Mit aktuell 6 Cent pro Aktie hat sich der Wert des Papiers seit der 1. Spamwelle verdoppelt.

Wer kauft steht dumm da

Die durch das Spammen entstandene Kurssteigerung ist eine Spekulationsblase ohne Fundament. Wenn mit ebben der Spamwelle diese Blase platz, muss der gutgläubige Anleger mit einem Totalverlust rechnen. In den USA reagiert die Börsenaufsicht SEC in solchen Fällen mit einem zehntägigen Handelsverbot für durch Aktienspam beworbene Titel.

Die deutschen Börsenwächter reagieren bislang nicht.

Second Life: 5 Gründe die Entzaubern

Seit Monate läuft die PR für Second Life auf Hochtouren. Unzählige Presseberichten loben die virtuelle Welt als die nächste Generation des Internets. Doch bei Second Life ist nicht alles Gold was glänzt. Fünf Gründe, die Second Life entzaubern:

1. Community-System skaliert schlecht

Dank sehr guter Berichterstattung in den Medien, konnte Second Life in den vergangenen Monaten ein erhebliches Wachstum an Nutzern verzeichnen. Doch die Infrastruktur des Anbieters Linden Labs, kann nicht mit den gestiegenen Nutzerzahlen mithalten. Angeblich benötigt Linden Labs über 2000 Server, um das System stabil zu betreiben. Nicht genug, denn das System leidet seit Monaten unter einer schlechten Performance und die Usability ist miserabel. Alte Second Life Hasen verlassen genervt die Plattform.

2. Benutzerzahlen sind unrealistisch hoch

Der Unterschied zwischen registrierten Benutzern und regelmäßigen Spielern beträgt 90%. Laut einer Aussage des Linden Labs CEO Philipp Rosedale, bewegt sich nur eine Minderheit der 165 Millionen registrierten Nutzern ausgiebig in der Welt von Second Life. Die Mehrzahl der User belässt es bei einem einmaligen Test. Hinzu kommen Spieler, die sich mehrer Identitäten in Second Life zulegen.

3. Der Medienbluff

Vermutlich hat sich ein Großteil der Journalisten, die über Second Life in der Vergangenheit berichteten, nicht wirklich ausgiebig mit dem System beschäftigt haben. Denn sonst wären Presseartikel mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger euphorisch ausgefallen. Sehr viele der vergangenen Second Life Reportagen, zählen zur Kategorie „Hofberichtserstattung“ für Linden Labs. Nun scheint sich das Blatt etwas zu wenden. In letzter Zeit gibt es auch verstärkt Journalisten, die sich kritisch mit dem Thema Second Life beschäftigen.

4. Alter Wein in neuen Schläuchen

Nicht zuletzt erinnert der Hype um Second Life verdächtig an die Boomjahre 1998 – 2002. Damals kreierte das deutsch-amerikanische Unternehmen blaxxun virtuelle Welten u.a. für Canal + und die Deutsche Telekom. Der Börsengang von blaxxun scheiterte und das Unternehmen schlidderte im März 2002 in die Insolvenz. Das Ende einer Hype-Story.

5. Wer wird reich mit Second Life?

Die Antwort ist einfach: die Investoren bei Linden Labs und das Management. Die in der Presse kolportierten Erfolgsmeldungen über Spieler die in Second Life reich werden, sind moderne Mythen. 350 Lindendollars entsprechen ca. einem Euro. Sollten die virtuellen Second Life Immobilien Millionäre Ihren Besitz versilbern, wäre Aufgrund der Überangebotes an Immobilien und der schlechte Wechselkurs der reale Gewinn bedeutend geringer. Auch eCommerce für virtuelle Second Life Artikel ist kein lohnendes Geschäft: Angeblich hat Adidas virtueller Second Life Shop bislang Waren mehr als 1,2 Million Linden-Dollar umgesetzt. Dies entspricht 3.400 US-Dollars, oder umgerechnet ca. 2.560 Euro! Wenig Geld für viel Aufwand.

Bulid Process für Pizzas: Das Kochbuch für Geeks

Laut einem gängigen Klischee ernähren sich Geeks hauptsächlich Junk Food, Cola und Snickers.

„Stimmt nicht“, meinen Mela Eckenfels und Petra Hildenbrandt, denn Kochen und Programmieren sind nach deren Meinung ähnlich. Daher ist der Bulid Process einer individuellen Pizza-Lösung auch für Geeks tauglich.

Na denn, Guten Appetit:

Kochbuch für Geeks

Das Kochbuch für Geeks

1. Auflage erscheint im April 2007
ISBN 978-3-89721-462-0
Seiten 208 (ca.), broschiert
EUR15.90 (ca.), EUR15.90 (ca.)

Gesehen bei O’Reilly

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