Moon

Wenn Werber nicht richtig werben….

30.01.09

Gerade den Quelltext der Internetseite einer mir nicht ganz unbekannten Werbeagentur angeschaut. Das Ergebnis ist nicht gerade rosig:

Auszug:

<title>xxxx werbeagentur.com</title>

<meta name=”keywords” content=”Keyword1, Keyword 2, Keyword 3″/>
<meta name=”description” content=”Dies ist die Beschreibung der Seite”/>

Ich würde mal sagen, die Internetseite ist fachlich ein Desaster. Es wurde null Wert darauf gelegt, wie die Seite in einer Suchmaschine gefunden wird und was für ein Text in der Trefferliste erscheint.

Die Fehler setzen sich fort: keine Nutzung von <h> Tags in den Überschriften und keine “alt” /  “title” Beschreibungen bei Links und Bildern.

Mal ehrlich, wer so für sich wirbt, positioniert sich im Internet nicht gerade als Werbeprofi. Leider kein Ausnahmefall. Meiner Meinung nach, leiden die meisten Webseiten von Werbeagenturen unter gravierenden Mängeln und zeugen von schlechter Kompetenz, sobald neue Medien mit im Spiel sind.

Wenn der Relaunch die Webseite beerdigt…

10.12.08

…kommt ja öfters . Neulich im Gespräch mit einem Marketingleiter haben wir gemeinsam die Zugriffsstatistiken der Unternehmenswebseite ausgewertet. Dazu gehört natürlich auch ein Blick auf das Google-Ranking der Wettbwerber.

Bei allen relevanten Suchbegriffen hat unser Kunde die Top-Rankings in der Google Trefferliste besetzt. Vom Wettbewerb keine Spur.

Mein Gesprächspartner berichtete mit einem strahlendes Lächeln.

“Wissen Sie unser Wettbewerber, hat seine Seite neu gestalten lassen, sieht jetzt hübsch aus, aber von Suchmaschinen haben die keine Ahnung”.

Ja, so ein Relaunch kann fatale Folgen haben, wenn Webdesigner und Auftraggeber nur auf das Layout blicken und wichtige Faktoren für Suchmaschinen nicht beachten.

Unseren Kunden freut es.

P.S.: Unser Kunde hatte kürzlich auch einen Relaunch und ein internationales Roll-Out seiner Webseite. Neben einer neuer Optik und Benutzerführung wurden Struktur, Technik und Inhalt für Suchmaschinen-Marketing optimiert. Die Auswertung der Zugriffsstatistiken zeigen, dass das der neue Internet-Auftritt besser in Suchmaschinen gefunden wird und die Zielseiten den Internet-Interessent optimal informieren und lenken. So muss ein Relaunch sein.

Brautkleider.de

23.10.08

Ich wollte nie heiraten.

Hey, vor vier Jahren habe ich geheiratet! Und ich kann bis heute sagen: ich bereue es nur selten *grins*.

Weil es nicht so lange her ist, kann ich mich noch gut an die lange Aufgabenliste während den Hochzeitsvorbereitungen erinnern. Ein Hochzeitsfest ist ja ein besonderer Tag, da gibt es auch besonders viel zu bedenken im Vorfeld.

Unsere Hochzeit war übrigens mehr ein Party. Die Gäste bekamen keine Einladungskarten sondern Backstage-Pässe. Statts einem Hochzeitswalzer spielte unser DJ zwei Lieder

  1. für meine Braut: “Don’t fear the Reaper” von HIM
  2. für mich, dem Bräutigam: “Smells like teen spirit” von Nirvana

Die Hochzeitstorte war ein Geschenk meines Onkels (ein Konditor) und ein technisches Meisterwerk aus schwarzem Marzipan. Im Festsaal spielten unter der Decke auf einer Kinoleinwand Klassiker des Gruselkinos: Dracula, Frankenstein und das Sumpfmonster.

Alles in allem hatten wir unseren Spaß an unserer Hochzeit. Und auch die Eltern, Opas und Omas erinnern sich gerne an dieses “ungewöhliche” Fest.

Bei soviel Kreativität war ich natürlich gerne bereit am Projekt “Brautkleider.de” mitzuwirken, auch wenn es hier hauptsächlich um die Traumhochzeit in “weiß” geht.

Brautkleider.de Screenshot

Google Mythos “Duplicate Content”

19.10.08

Duplicate Content, kurz DC, ist ein berüchtigter Mythos aus der Ecke der Suchmaschinen Optimierer (SEO).

Dort kursierte seit Jahren die Annahme, dass Google Seiten Abstraft, die Inhalte von anderen Seiten wiedergeben - Duplicate Content eben.

Google hat in seinem Blog diesen Mythos offiziel beerdigt. Es erfolgt keine generelle Abstrafung im Index, wenn der Inhalt einer Webseite an mehreren Stellen und Domains im Netz verwendet wird - die Betonung liegt auf “Inhalte einer Seite” nicht einer kompletten Kopie der gesamten Webseite.

Vielmehr entscheidet sich Google, welche Webseite die bedeutensten Quelle für den Inhalt darstellt und schieb diese Seite in der Trefferliste nach oben.

In Zeiten von Mesh-Ups und RSS-Feeds, ist das Verhalten von Google durch aus plausibel, da die Grenzen zwischen einer Domain und eines Inhalts zunehmend verschwinden. Feeds werden auf einer Domain “produziert” und verteilen sich dynamisch über das Netz. Das ist das Wesen der Feeds. Ein solches Verhalten abzustrafen würde die Qualität des Google-Index erheblich beieinträchtigen.

Keine Angst vor Duplicate Content - und halte dich an Googles Webmaster Richtlinien.

Suchmaschinen-Marketing: wer Zeit hat gewinnt.

16.06.08

Gut Ding will Weile haben. Dieser Spruch passt wie die Faust aufs Auge in Punkto Suchmaschinen-Platzierungen der meisten Business-Webseiten. Um Platzierung einer Webseite beispielsweise in Google zu optimieren, ist ein langer Atem gefragt. Zu nächst gilt es “on Site”, also auf der Webseite selber einen Augenmerk auf eine suchmaschinen freundliche Gestaltung zu legen.

Nur was der Robot der Suchmaschine sieht, kann er auch indizieren. Nur was indiziert ist, kann auch durchsucht werden. Nur nach was durchsucht werden kann, wird auch gefunden. Soweit so simpel.

Denkste. Ein Großteil der Webseite scheitert schon daran, Inhalte für den Robot einer Suchmaschine gut lesbar darzustellen. Manchmal liegt es daran, dass der Webdesigner eine wahre Design-Orgie veranstaltet: Stichwort Flash. Besonders die Webseiten von Werbeagenturen sind für diesen Fehler anfällig. Shame on you. Genau diese Branche sollte doch dem Kunden zeigen wie es geht. Doch hier passieren die meisten Fehler.

Der Schuster hat bekanntlich die schlechtesten Leisten

Dabei lassen sich technische Hürden durch eine bedachte Programmierung vermeiden. Der Einsatz von Flash muss kein K.O. Kriterium für den Suchmaschine-Robot darstellen - wenn der Programmierer die relevanten Informationen für den Robot “maschinenlesbar” bereitstellt. Oftmals ist dies nur mit wenig Aufwand erreichbar. Die Tücke dabei: man muss eben bei der Konzeption der Webseite daran denken.

Neben der Technik ist ein zweiter großer Faktor die Schlüsselwort-Dichte auf der Webseite. Es gilt Schlüsselwörter sinnhaft und geschickt über die Seite zu streuen. Auch hier ist eine “Orgie” mit Schlüsselwörtern eher kontraproduktiv. Zum einen fällt der Suchmaschine per statistischer Auswertung das überproportionale Setzen von Schlüsselwörtern auf - was zu einer Abwertung in der Suchmaschine führt, zum anderen lassen sich Texte mit einer Kette von Schlüsselwörtern  nur schwerlich lesen.

Hier gilt es ein gesundes Maß zu finden, welches dem menschlichen Leser und dem Robot der Suchmaschine gerecht wird.

Wenn das beherzigt wird gilt: abwarten und Tee trinken. Denn ein gutes Ranking in einer Suchmaschine ergibt sich aus der Relevanz der Inhalte einer Seite im Bezug zum Suchbegriff. Stimmt der Inhalt wird die Seite entsprechend gerankt. Stimmt das Ranking gewinnt die Seite an Zugriffe und externen Links.  Je mehr Zugriffe, je mehr Links, je älter die Seite, desto besser für eine gute Position in der Suchmaschine.

“Keep it simple” und keine “dirty tricks”, dann klappt es auch mit Google.

Des Teufels Alternative

04.02.08

Google Vize David Drummond posted im Google Blog, warum seiner Ansicht nach die Übernahme von Yahoo durch Mircosoft dem Internet schaden könnte.

Die Argumentation von Drummond ist einleuchtend: gemeinsam mit Yahoo würde Microsoft besonders in den Bereichen E-Mail-, Messanger- und Portaldienste eine herausragende Markstellung erreichen. Doch bei allen Argumenten bleibt auch ein schaler Beigeschmackt. Google ist im Bereich der Suche und online Vermarktung der führende Anbieter. Außerhalb der USA verfügt das Unternehmen einen monopolistischen Marktanteil. Beispielsweise in Deutschland mit ca. 90% bei der online Recherche.

Microsoft dagegen hat in der Vergangenheit bewiesen, wie sehr das Unternehmen nach Monopolsituationen drängt, um diese dann aggressiv auszubauen und zu verteidigen.

Aber auch Google muss den Erwartungen seiner Investoren Rechnung tragen. Die Devise heißt auch hier Wachstum und Verteidigung von Marktanteilen.

Neben der finanziell, strategischen Komponente hat dieser Wettbewerb der Giganten auch einen moralischen Beigeschmack. Diesen akzentuiert David Drummond in seinem Blog-Posting.

Überspitzt gesagt: es geht um die Zukunft des Internets. A la billigem Hollywood Drehbuch geht es um einen Kampf der Guten (Google) gegen das Böse (Microsoft).

Doch so einfach ist es leider nicht.  Ich bin wirklich kein Fan der Produkte und Marktstrategien aus Redmond. Aber auch Mär vom edlen Ritter aus Mountain View, der gegen das Böse kämpft ist nicht glaubhaft. Zugegeben Google hat sich im Gegensatz zu Microsoft immer darum bemüht, das Services mit offenen Standards bedient werden können. Als großer Nutznießer von Open Source Software ist Google zu einem der größten Förderer geworden. Zum Leidwesen von Microsoft und anderen Anbietern von propritärer Software und abgeschotteten Diensten.

Doch Google ist ebenso wenig Gut, wie Microsoft das Attribut Böse verdient. Beides sind schlicht Unternehmen, die Rendite für Anleger erwirtschaften müssen. Es Unterscheiden sich die Mittel, nicht die strategischen Ziele.

Falls Microsoft tatsächlich übernimmt, entsteht ein bedeutendes Gegengewicht zu Google im Bereich der online Vermarktung und Suche. Das ist nicht schlecht. Nur verfügt der Bräutigam von Yahoo leider nicht unbedingt über den besten Leumund.

Es ist eine Teufels Alternative.

Zwei Lahme ergeben noch keinen Gehenden

01.02.08

Microsoft möchte Yahoo kaufen, um den Abstand auf Google im Online-Werbegeschäft zu verringern. Mahlzeit, Steve!

SEO im Test: geprüfter Unsinn

23.11.07

Suchmaschinen Optimierer (SEO) haben einen ähnlichen Ruf wie russische Inkasso-Firmen, chinesische Spammer oder libanesische Autohändler. Die Branche wimmelt von zwielichtigen Typen und unseriösen Angeboten.

Wie soll sich da ein Interessent in diesem Becken voller Haifische zurecht finden? Machen wir doch einfach einen Test und zerlegen die Versprechen eines windigen Anbieters. Denn wer schlechte Anbieter erkennt, kann sich auf seröse Angebote konzentrieren.

Schauen wir uns einfach dieses verlockende Angebot für nur 99,- Euro* einmal an:

SEO Quatsch für 99,- Euro

Der Pferdefuss fängt beim * an. Denn statt 99,- Euro kostet das Angebot von “seoad11.com” 393,- Euro, da die Optimierung mit einem 6 monatigen Vertrag zu 49,- Euro gekoppelt ist (was immer noch recht günstig klingt…).

Ein Spiel mit dem Feuer

Es folgt eine Beschreibung des Optimierers:

Sie können jederzeit Änderungen auf Ihrer Homepage vornehmen, ohne dass die Optimierung verloren geht! Wir erzeugen technisch gesehen eine “eigene Homepage” auf Grund Ihrer Angaben in “Details, Angebot, Bestellung” und Inhalte Ihrer Homepage. Diese Homepage entspricht absolut den neuesten Richtlinien für Suchmaschinen. Alle unterhalb ersichtlichen Punkte der Checkliste sind berücksichtigt! Dadurch wird diese in den Suchmaschinen gefunden, enthält Ihren Domainnamen, und wird sofort auf Ihre Homepage weiterverlinkt

Mit Verlaub: dieser Vorschlag ist gequirlte Kacke. Gefährliche gequirlte Kacke. Anders ausgedrückt heißt der Satz eigentlich: “Wir erzeugen ein gespiegelte Backdoor-Seite für den Suchmaschinen-Spider (auf irgendeinem dubiosen Server) und verlinken dieses dann auf das original Angebot.” Dieses Verfahren verstößt gegen ziemlich gegen jede Richtlinie von populären Suchmaschinen. Wer sich darauf einlässt spielt mit dem Feuer. Denn als Strafe kann ein komplettes Entfernen aus dem Suchmaschinen-Index erfolgen.

Und wie steht es mit der eigenen Seite des SEO Anbieters?

Werfen wir einen Blick in den Quelltext… und wir stellen fest, dass der Inhalt der Seite NICHT für Suchmaschinen optimiert ist. Hier ein kleiner Auszug aus der Mängelliste:

  • Keine Verwendung von <h> Auszeichnungen in den Überschriften
  • Keine alt Texte mit Keywords bei Links und Grafiken
  • Keine nennenswerte interne Verlinkungen von Keywords
  • Verwendung von eingebetteten Frames (iFrames) für Inhalte

Wie geht es richtig?

Das ist nicht einfach zu beantworten. Zunächst es gibt beim Thema “Suchmaschinen-Optimierung” keine Lösung von der Stange. Auch ist die optimale Platzierung einer Seite in den Trefferlisten eine dauerhafte Aufgabe. Es gilt die Internet-Seiten technisch und inhaltlich auf Vordermann zu bringen.

Das technische optimieren einer Seite ist bloßes “Handwerk”. Es sind einige Regeln bei der Programmierung zu beachten.

Dagegen ist die inhaltliche Optimierung eine Kunst. Hier gilt es für den textlichen Aufbau der Seiten ein richtiges Maß zwischen den Ansprüchen des menschlichen Lesers und des “Automaten” Suchmaschine zu finden. Keywords müssen sinnvoll und gut lesbar im Text platziert werden, ohne den Lesefluß des Menschen zu behindern.

Auch gilt es die statistische Dichte der Keyword-Verteilung im Text zu beachten. Exzessiv verwendete Begriffe können zu einer Abwertung im Suchmaschinen-Ranking führen. Hier gilt es, nach Textänderungen die Ergebnisse in der Suchmaschinen-Trefferliste zu kontrollieren.

Ebenso wichtig ist es, dass eigene Internet-Angebot mit hochwertigen Internetseiten zu verlinken. Links von bedeutenden Internet-Angeboten steigern aus der Sicht der Suchmaschinen den “Wert” einer Seite. Auch lieben es Suchmaschinen, wenn Inhalte regelmäßig aktualisiert werden.

Mit etwas Ausdauer, wird so Ranking der Seite besser. Ohne Hilfe von dubiosen Optimieren.