Moon

Für Montag früh: Song zur Wirtschaftsdepression

26.10.08

Jede Woche komponiert der dänische Künster Peter Fritzen einen Song zum aktuellen Zeitgeschehen und veröffentlicht diesen in seinem Blog “One Gun Weekly“.

Beitrag 29 enthält einen wirklich melanchlischen Song zur Finanzkrise. Also liebe Banker in Frankfurt, wenn morgen die Börse mit einem Kater beginnt, einfach mal zurücklehnen und den Song “Go down the River” anhören.

Brautkleider.de

23.10.08

Ich wollte nie heiraten.

Hey, vor vier Jahren habe ich geheiratet! Und ich kann bis heute sagen: ich bereue es nur selten *grins*.

Weil es nicht so lange her ist, kann ich mich noch gut an die lange Aufgabenliste während den Hochzeitsvorbereitungen erinnern. Ein Hochzeitsfest ist ja ein besonderer Tag, da gibt es auch besonders viel zu bedenken im Vorfeld.

Unsere Hochzeit war übrigens mehr ein Party. Die Gäste bekamen keine Einladungskarten sondern Backstage-Pässe. Statts einem Hochzeitswalzer spielte unser DJ zwei Lieder

  1. für meine Braut: “Don’t fear the Reaper” von HIM
  2. für mich, dem Bräutigam: “Smells like teen spirit” von Nirvana

Die Hochzeitstorte war ein Geschenk meines Onkels (ein Konditor) und ein technisches Meisterwerk aus schwarzem Marzipan. Im Festsaal spielten unter der Decke auf einer Kinoleinwand Klassiker des Gruselkinos: Dracula, Frankenstein und das Sumpfmonster.

Alles in allem hatten wir unseren Spaß an unserer Hochzeit. Und auch die Eltern, Opas und Omas erinnern sich gerne an dieses “ungewöhliche” Fest.

Bei soviel Kreativität war ich natürlich gerne bereit am Projekt “Brautkleider.de” mitzuwirken, auch wenn es hier hauptsächlich um die Traumhochzeit in “weiß” geht.

Brautkleider.de Screenshot

Tu ich lieber bloggen, oder lass ich es lieber sein

02.10.08

Die Meinung ist die Küche, worin alle Wahrheiten abgeschlachtet, gerupft, zerhackt, geschmort und gewürzt werden” sagte einst der Schriftsteller Ludwig Börne.

Blogs sind ein solcher Schauplatz in dem das Zerpflücken von Wahrheiten im gewummel vieler Meinungen des Internets schnell stattfindet. Um so mehr bin ich verwundert, wenn ich heute noch Einladungen zu Veranstaltungen bekomme, in denen Unternehmen Blogs als Marketing-Plattform angeboten werden.

Meine Meinung zum Zerpflücken:

Blogs sind für ein Unternehmen eine schwierige Sache. Sie sind unter Normalbedingungen kein “Marketinginstrument”. Wer Blogs unter diesen Gesichtspunkten betrachtet wird früher oder später - mit Verlaub - auf die Schnauze fliegen.

Zum Bloggen gehören drei Dinge:

  1. Herzblut
  2. Meinungsfreiheit
  3. Ehrlichkeit

Alle diese drei Dinge vertragen sich leider nicht immer mit Marketing. Für Herzblut braucht man Engagement, welches über einen Werbeetat hinaus wirkt, Meinungsfreiheit ist in der Werbung nicht wirklich gefragt und wer der Überzeugung ist, dass Werbebotschaften die ultimative Wahrheit beeinhalten, der soll sich sein neuen Turnschuh mal direkt im vietnamesischen Sweatshop abholen.

Wie soll das mit dem Bloggen und dem Unternehmertum also funktionieren? Es gibt mehr Bloggende Unternehmen, die mit Blogs einen Flop gelandet haben, wie Unternehmen die dies erfolgreich durchziehen.

Die Ausnahmen:

Aktions Blogs: Hier wird über einen begrenztenb Zeitraum über etwas berichtet. Ein gern genutztes Medium bei viralen Marketingaktionen (virales Marketing? Irgendwie ist doch die Luft aus dem Thema).  Volkswagen mit Horst Schlämmer, war dafür ein Beispiel (ob mehr Autos verkauft wurden? Na zumindest gab es zahlreiche Auszeichnungen).

Branchen Blogs: Es gibt unzählige Fachblogs von Brancheninsidern. Wer taube Nüsse aussortieren kann, findet unter diesen unzähligen selbsernannten Experten wirkliche Juwelen.  So wie beispielsweise Martin Ritters “Sicherheitsblog“. Und ja, dieser Blog ist auch “Marketing” - und zwar gute Werbung für das Know How des Experten Martin Michael Ritter.

Watch Blogs: Die Kettenhunde im Internet reflektieren im eigenen Gusto aktuelle Trends oder setzen die Impulse.  Journalist Stefan Niggemeier mit seinem Bildblog, beobachten genau die ins Visier genommenen Ziele und sind schafft so Öffentlichkeit für Themen, die oftmals vom “Beobachtenden” nicht gerne öffentlich diskutiert werden sollen. Treibstoff für Watch Blogs ist das “Herzblut” der Autoren.

Blogs zwischen Top und Flop:

Medien Blogs:  Journalisten und Blogs sollten zusammengehören - meint man. Doch gerade die schreibende Zunft und die Verlagshäuser tun sich mit Blogs schwer. Wie weit dürfen sich Autoren frei im Umfeld des Blogs bewegen? Wie handhabt ein Verlag die Meinungsfreiheit und den Umgang mit dem Feedback der Leser? Auch große Experimentier-Labors, wie die des Handelsblattes, zeigen bei Blogs Unsicherheiten. So wurde jüngst ein Beitrag des Ökonomen Harald Uhlig von der Redaktion gelöscht, weil dieser im Zuge der Finanzkrise seine Zweifel am Einlagensicherungssystem der Deutschen Banken äuserte. Mit der Bankenkrise liegen auch die Nerven in den Verlagshäusern blank.

Literaturcafe über Castogo

16.09.08

Stefan Tischer betreibt die überaus lesenswerte Seite des Literaturcafes. Als begeisterter Literat, war er als “Versuchskaninchen” auf Erkundungstour der literarischen Rundgängen auf Castogo. Vor Ort mit iPod, Navigationsgerät und Karte hat er sich in Calw auf die Spuren von Hermann Hesse begeben. Nun gibt es auf der Webseite des Literaturcafes dazu einen Artikel mit seinen Eindrücken des “Feldtests”.

Neue Features auf Castogo

11.09.08

In den letzen Tagen haben wir auf Anregungen von Nutzer eine Menge neuer Features auf Castogo eingebaut. Hier ein paar der wichtigsten Dinge:

  • Mehrer Bilder pro Reisepunkt: Pro Reisestation können nun bis zu 4 Bilder angelegt werden. Damit lassen sich nun Reiseberichte mit zusätzlichen Fotos ausschmücken.
  • Lightbox im Reisebericht: Alle Bilder eines Reiseberichtes werden nun in einer hübschen Lightbox angezeigt.
  • Bilder Galerie: Da es nun so viele neue Möglichkeiten mit Bildern gibt, haben wir eine spezielle Seite für eine Bildergalerie eingebaut. Hier werden 50 zufällige Bilder aus dem Pool der Reiseberichte angezeigt. Eine tolle Seite zum Stöbern.
  • Persönliches Profil: hier können Benutzer nun etwas mehr über sich erzählen. Es werden nun auch die Reiseberichte auf einer Karte angezeigt.

Spiegel Online: Wenn in China ein Sack Reis umfällt

09.09.08

Manchmal wundere ich mich schon, welche Meldungen es auf die erste Seite von Spiegel Online schaffen. Wenn einArtikel etwas, als “neu” und “bemerkenswert” preist, obwohl es sich offensichtlich um kalten Kaffee handelt, werde ich stutzig.

So wie in diesem Bericht auf Spiegel Online über ein Startup, welches LinkendIn und XING verdrängen möchte! Unter dem Titel “Neues Network will Xing attackieren” wird hier über zwei Jungunternehmer berichtet, die mit einer neuen Business-Netzwerk Plattform größer wie Google werden möchten!

Ah ja. Es scheint so als ob Belanglosigkeit und Größenwahn der Stoff für einen Artikel auf Spiegel Online ist.

Oder ist der Kontakt der PR Agentur der beiden Jungunternehmer?

Denn die PR Agentur scheint ohne jeden Zweifel gut zu sein, wenn Sie es schafft mit so einer schwachen Story eine Redaktion zu füttern. Ein werbefinanziertes Business-Netzwerk… ui ist das langweilig und zig mal schon versucht.

Hat jemand die Telefonummer der PR Agentur? Ich würde die gerne engagieren…

Chrome vs. IE vs. Mozilla Foundation

04.09.08

*Diesen Beitrag habe ich über den neuen Google-Browser Chrome erstellt.

Chrome ist wirklich ein smartes Stück Software. Die Beta-Version des Browser überzeugt. Ohne Schnickschnack lädt Chrome eine komplexe Seite und stellt diese schnell dar. Da macht das Surfen spass und die langsameren IE, Firexox und Mozillas können in der Darstellungsgeschwindigkeit nicht mithalten. Chrome hat definitiv Zukunft.

Es wird ja viel darüber spekuliert, wie sich Googles Vorstoß im Browsermarkt auswirkt. In vielen Gazetten wird Chrome als großes Konkurrenten zu Microsoft Internet Explorer dargestellt.

Dies ist wahr und unwahr.

Denn Chrome ist zuerst unmittelbar für die Mozilla Foundation eine Bedrohung und mittelfristig ein Wettbewerber zum IE.Warum? Der IE kommt auf einen Markanteil von ca. 80% und Firefox auf ca. 20%. Firefox konnte im Laufe der Jahre seinen in kleinen Schritten ausbauen, aber die dominierende Stellung des IE nie wirklich gefährend. Hier Punkten Microsoft einfach mit der Verknüpfung von Betriebssystem und Browser. Windows Benutzer sind meistens auch Benutzer der Internet Explorer. Daher sind die Nutzer von Firefox auf Windows eher “Experten” und nicht gewöhnlich DAUs. Dies schränkt die Zielgruppe für Firefox ein.

Zuerst zielt Chrome gegen Firefox

Google kann mit Chrome zunächst in dieser Zielgruppe punkten. Wenn Chrome schneller und smarter wie Firefox ist, werden erfahrene Benutzer auf Chrome wechseln. Zu Lasten den Markanteils von Firefox. Kein Wunder, dass die Mozilla Foundation sehr bemüht ist, in Benchmarks die Vorzüge von Firefox herauszustellen.

Ebenfalls schmerzlich für Mozilla ist das Open Source Konzept von Chrome. Gute Open Source Entwickler sind eine knappe Resource. Diese Entwickler sind es, die einem Projekt ein erstaunliche Dynamik verleihen. Gerade die vielfältigen Plugins machen Firefox zu einem attraktiven Browser. Wechseln Entwickler vom Mozilla Lager zu Chrome, dämpft dies die Dynamik im Firefox-Projekt. Die Mozilla Foundation verfügt zwar über ein gutes Finanzpolster, um fähige Entwickler zu versorgen, doch im Vergleich zu Googles Kapitalisierung ist Mozilla ein Zwerg.

Neben der Annerkennung für sein Werk muss ein Open Source Entwickler auf seinen Lebensunterhalt verdienen. Wenn Google die besseren Chancen bietet, wird diese Verlockung wirken.Ich halte Chrome daher zunächst für einen sehr ernsten Konkurenten für Firefox. Chrome wird zuerst diese Marktanteile aufzehren.

Googles Gegner Microsoft

Sicherlich, Microsoft ist der große zukünftige Gegner von Google. Im Bereich der Suchmaschine ist das Rennen ja schon längst entschieden. Doch Google fordert die Redmonder auf vielen Gebieten heraus: Handy-Plattformen, Office Anwendungen, E-Mail uvm.Während bisher das Betriebssystem der Schlüssel zum Kunden war, wird zukünftig der Zugang zu webbasierten Diensten wichtig sein. Das Betriebssystem, Microsofts orginäre Stärke, wird mit webbasierten on Demand Anwendungen zunehmend bedeutungslos. Doch der Schlüssel für den Zugang einer webbasierten Anwendung ist der Browser. Dieser löst das Betriebssystem als grafische Anwendungsoberfläche ab. Damit kommt dem Browser eine Schlüsselpositon zu. Über den Browser werden Anwendungen ausgeführt, Briefe geschrieben, Tabellelenkalkulationen durchgeführt und Bilder bearbeitet. Das Betriebssystem verliert an Bedeutung.

Windows war bisher ein verläßliches Schlachtroß von Microsoft, doch wird dieses durch webbasierte Anwendungen ein zunehmend schwacher Gaul. Ohne Rückendeckung von diesem Schlachtroß sind Office und Outlook schutzlose Bauern.

Warum für etwas teuer bezahlen, wenn dieses viel günstiger oder kostenlos von Google zu bekommen ist?

Und wenn mit Chrome diese Anwendungen viel besser und verlässlicher funktionieren, wie mit dem Internet Explorer?

Dann kehren Benutzer Microsoft den Rücken zu.

Yigg vermisse ich nicht

02.08.08

Die letzten 4 Wochen war ich mit meinem besten, schönsten und anstrengendsten Projekt beschäftigt (dazu später mehr). So ist der Relaunch von Yigg.de vollkommen an mir vorüber gegangen.

Nun habe ich mir heute die neue Yigg-Seite angeschaut und… ja was soll man da sagen? Orange!

Mich wundert es nicht, dass der Relaunch zu einem Sturm von negativen Kommentaren geführt hat. Die neue GUI sieht wirklich unübersichtlich und unelegant aus. Auf den Punkt gebracht: einfach Scheiße. Oder wie der Blog Anwälte in Vulkane werfen so schön schreibt:

Führende deutsche Social News Community sucht arbeitslosen Bauschlosser zwecks Erstellung eines Templates. Erfahrungen im Sackhüpfen, Eierlauf und Seilspringen von Vorteil.

Schade, ich fand bislang, das Yigg ein wirklich gelungene Adaption der Idee von Digg war. Yigg hatte es geschafft sich mit eigenen Ideen aus dem Schatten des großen Vorbild zu lösen. Und nun das. Dieser Relaunch war kein großer Wurf, eher ein Desaster.

Die beste Analyse zum misratenen Yigg-Relaunch gibt es bei Selbständig im Netz.