Adbusters: Wenn Werbebotschaften entzaubert werden

Werbung lügt und manipuliert. Nicht immer, aber oft. Das „kleine Pausenbrot“ besteht vorwiegend aus Zucker und macht unsere Kinder fett, der Luxus-Turnschuh für 200 € wurde für 83 Cent menschenunwürdig produziert und für den „sauberen“ Kraftstoff werden in Nigeria ganze Landstriche mit Öl verseucht.

Ja, bei so mancher Werbebotschaft kann man buchstäblich kotzen, sobald man näher die Umstände betrachtet unter denen der Hersteller ein beworbene Produkt erzeugt. Das sage ich bewusst als jemand, der beruflich tagtäglich mit Werbung und Marketing in Berührung kommt. Als ein Teil des Systems. Aber eine kritische Selbstreflexion ist bekanntlich gut für das Karma.

Adbusters und Culturejammer

1989 gründeten Kalle Lasn und Billie Schmalz in Vancouver die Bewegung der Adbusters mit dem gleichnamigen Magazin. Mittlerweile ist aus den Adbusters eine globale Bewegung entstanden, die sich gegen die Auswüchse von Konsum und Werbung richtet.

Ein wichtiges Medium der Aktivisten ist das „Defacement“ von bekannten Werbebotschaften. Durch die Verfremdung des Werbemotivs, werden die Absender von Werbebotschaften demaskiert. Eine raffinierte künstlerische Antwort auf manipulative Instrumente der Werbung:

Adbusters Spoof Ad

Mehr hintersinnige Defacements gibt es unter: http://adbusters.org/spoofads/

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