Monthly Archives: November 2007

Android startet $10 Mio. Bounty-Programm

Wow, jetzt wird es interessant. Das Android-Konsortium hat ein Bounty-Programm in Höhe von 10 Mio. $ gestartet. Gefördert werden die besten Software-Ideen für die Android-Plattform.

Software-Entwickler können sich bis März 2008 mit Ihren Ideen bewerben und erhalten max. $275.000 Förderung für die Realisierung der vorgeschlagenen Lösung. Die Android Developer-Challange ist ein cleverer Schritt, um die Open Source Entwickler Community für die mobile Plattform Android zu begeistern.

Schon jetzt ist das Showcase von Android beindruckend:

[youtube 1FJHYqE0RDg]

Via seekXL Blog

Castogo präsentiert in Stuttgart und Mailand

Castogo verbindet Podcasts mit Reiseberichte. Benutzer können individuelle Reiseberichte anlegen, mit Google Maps verorten und mit anderen Benutzern teilen. Am 15.11 gibt es zwei Chancen einen Blick auf das derzeit entstehende Online-Portal zu werfen:

Castogo

Das Konzept von Castogo wurde im Rahme des Innovationsprogramms Web 2.0 ausgezeichnet und gefördert. Unser Team bei Rahlfs+Ross Multimedia realisiert die Online-Plattform von Castogo.

iPhone Abzocke mit Roaming Gebühren

„He Brother… rück die deine Kohle raus oder isch‘ rip disch ab!“ Zwischen den Abzock-Sitten in einem Slum in Sao Paulo und den Roaming-Gebühren für das iPhone in Deutschland gibt es keinen großen Unterschied. Kleine Kostprobe gefällig?

So kosten Internet-Roaming pro 50kb übertrage Daten:

Schweiz: 0,49 Cent
Frankreich: 0,39 Cent
China: 0,79 Cent
Russland: 0,79 Cent

iPhone Deutschland: Abzocke mit Roaming

Welch eine Abzocke! Denn Besitzer des hübschen iPhones können durch den SIM-Lock nicht auf einen günstigen Anbieter im Ausland wechseln. Auch ruft die aktivierte Voicmail-Box des iPhones brav jede eingehende Nachricht per Internet-Verbindung ab. So kommen ganz schön hübsche Sümmchen per Roaming zusammen. Die Gewinner in diesem Spiel: T-Mobile und Apple. Der Verlierer? Na, der dumme Kunde eben.

Ich bin mal gespannt, in knapp einem Monat dürften wir die ersten Horror-Meldungen von deutschen iPhone Nutzern lesen können, denen eine saftige Roaming-Rechnung von T-Mobile ins Haus flattert.

iPhone sucks. Ohne mich, da warte ich doch lieber auf die Angebote der Wettbewerber im nächsten Jahr ;)

Auch E-Mail unterliegt dem Briefgeheimnis

Autsch – bei Software-Entwicklern fehlt manchmal das Verständnis, wie mit E-Mail-Daten umgegangen werden soll. Ein solches Beispiel sehe ich gerade aktuell in meinem Quellcode Editor.

Ein neuer Kunde hat uns die Quelldateien seiner bestehenden Internet-Applikation zukommen lassen, die von einem externen Dienstleister programmiert wurden. Bei der Analyse der Quellcodes haben wir uns eine allgemeine Konfigurationsdatei angeschaut, in der Datenbankverbindungen und E-Mail-Empfänger für Mailvorgänge definiert werden.

Dort hat der ursprüngliche Entwickler brav die E-Mail-Zieladresse für Webformulare definiert. Neben den Adressen des Kunden findet sich in einer unscheinbaren Zeile folgender Eintrag:

$bcc_mail = [XXX@XXX.XX*]

(* = die E-Mail-Adresse des Software-Entwicklers)

Diese Zeile bedeutet schlicht, das sämtliche Inhalte der über das Web generierten E-Mail Formulare nicht nur an unseren neuen Kunden versendet werden, sondern auch als versteckte Kopie an den Software-Entwickler des ehemaligen Dienstleisters!

Pikant dabei: diese versteckte E-Mail Kopie wurde ohne Wissen des Kunden an den ursprünglichen Dienstleister versendet. Über die Sinnhaftigkeit dieses Verfahrens kann man nur den Kopf schütteln. Hier lässt sich jemand Informationen per E-Mail zusenden, die ihn schlicht und einfach nichts angehen.

Ich glaube nicht, dass es dem Entwickler eigentlich klar ist, dass die Inhalte dieser E-Mails nicht für sein Auge bestimmt sind. Sowohl Sender wie auch unser Kunde können sich bei der elektronischen Kommunikation auf das Briefgeheimnis berufen.

Denn § 88 TKG§ 88 TKG bestimmt, dass „der Inhalt der Telekommunikation und ihre näheren Umstände, insbesondere die Tatsache, ob jemand an einem Telekommunikationsvorgang beteiligt ist oder war“ dem Fernmeldegeheimnis unterliegen.

ComFLOPS

Fast wäre diese E-Mail in meinem Posteingang während des Urlaubs verschütt gegangen:

Sehr geehrter ComBOTS Nutzer, sehr geehrte ComBOTS Nutzerin,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir den Kommunikationsservice nicht weiter anbieten und betreiben werden. Infolgedessen kündigen wir hiermit den mit Ihnen bestehenden ComBOTS Basic-Servicevertrag inklusive der ComBOTS Shop Nutzungsbedingungen zum Ende des Monats.

Soweit so gut… ComBOTS ist nicht abgehoben und dieser Schritt ist nun konsequent. Ich habe bislang ja keinen Hehl daraus gemacht, dass ich vom Produkt ComBOTS auf ganzer Linie enttäuscht war. Aber etwas wehmütig bin ich auch. Schließlich war ComBOTS, der Versuch eines deutschen Unternehmens in der Liga der ganz grossen IM-Dienste mitzuspielen. Nun ist in Karlsruhe erstmal Wunden lecken angesagt.

Aber wir dürfen gespannt sein: schließlich muss ComBOTS nun eine neue Geschäftsstrategie präsentieren. Richtig pervers finde ich dagegen den aktuellen Börsenkurs. Dieser bewertet die ComBOTS Aktie gerade mit über 12 Euro! Eine hohe Bewertung für ein Unternehmen ohne Produkte und Strategie. Welche Phantasie der Anleger da wohl entwickelt?

Deutsche Bahn zentraler Kundendialog

Wer als Kunde mit der Deutschen Bahn einen Briefwechsel hat, muss Zeit und Geduld mitbringen. Satte 14 Wochen (!) benötigte die Deutsche Bahn, um auf meine schriftliche Beschwerde zum Bahnstreik zu antworten…

…ich hatte ja eigentlich nicht mehr daran geglaubt, überhaupt etwas von der Deutschen Bahn zu hören, nun schreibt mir eine liebe Frau im Namen der Abteilung „Zentraler Kundendialog, Vorstandsangelegenheiten“. Schon im Brieftext wird die multiple Persönlichkeit der Deutschen Bahn deutlich. Als staatseigener Monopolist, schreibt das Unternehmen im schönsten Beamtendeutsch:

Betreff „Erstattungsantrag“

(Einen Antrag stelle ich im Amt. Ich habe nichts beantragt sondern mit höfflich und bestimmt über die Kommunikationsdefizite im Bahnkonzern beschwert)

„…wie zugesagt antworten wir Ihnen heute auf Ihr Schreiben vom 10 Juli…“

(Wann wurde mir das zugesagt? Ich höre heute seit meinem Schreiben vor 14! Wochen zum ersten Mal von der Deutschen Bahn!)

„…Es freut uns sehr, dass Sie als Inhaber einer BahnCard zu unseren treuen Kunden zählen…“

(Die Freude ist wohl sehr einseitig, ich ärgere mich nur als BahnCard Kunde unzulänglich betreut zu werden… außerdem komm mal zur Sache, Schätzchen!)

„…selbstverständlich haben wir alles getan, um die Auswirkung des Streiks… so gering wie möglich zu halten…“

(Ja, dies habe ich beim telefonieren mit der „Clearingstelle“ gemerkt… überhaupt der Begriff „Clearingstelle“ hört sich für mich an, wie die Leichenentsorgung bei der Mafia…)

„…leider ist es uns nicht nachvollziehbar warum unser Mitarbeiter bei der Clearingstelle die Erstattung ablehnte…“

(Die Gründe warum, wieso und weshalb habe ich ausführlich beschrieben!)

„Nun haben wir jedoch veranlasst, das… 65,50 Euro Ihrem Kreditkartenkonto gutgeschrieben wurden…“

(Ahhh, DAS WOLLTE ich lesen! Jetzt wird das Schreiben nach zwei gähnend langen Absätzen endlich mal konkret…)

Was folgt ist noch etwas Bla Bla und ein Reisegutschein über 10,- Euro, weil die Bahn natürlich möchte dass ich weiterhin deren Service gerne nutze. Mangels Alternativen auf Mittelstrecken bleibt mir ja nichts anderes übrig.

Mein Fazit: Alles in allem ist der Kundendialog bei der Deutschen Bahn sehr verbesserungsfähig. Er Beweist in der Praxis, wie schwer sich ein Monopolist im Umgang mit Kunden tut. 14 Wochen für eine Antwort ist eine Schande. Das die stellvertretende Leiterin „Zentraler Kundendialog“ das Schreiben mit Unterzeichnet, macht dieses Defizit nicht besser.

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