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Europäische IT-Experten des Projekts IoT Crawler tagten in Stuttgart

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Auf Einladung der digital worx, einem von zehn internationalen Partnern, trafen sich jetzt IT-Spezialisten aus ganz Europa im Wizeman Areal. Das Projekt „IoTCrawler“ arbeitet im Auftrag der Europäischen Union an einer Suchmaschine für das Internet der Dinge.

Nach getaner Arbeit hatten die Gastgeber noch eine Überraschung für die Teilnehmer parat: Zum Ausklang ging es auf den Cannstatter Wasen, wo die Projektteilnehmer Stuttgart bei Bier und Göckele von einer ganz anderen Seite kennenlernten.

Mit dem IoT Crawler wollen die beteiligten Länder und Institutionen eine Lösung schaffen, die die Interaktion und Integration über verschiedene Systeme und Plattformen hinweg ermöglicht. Zusätzlich zu der Suchmaschine sollen verschiedene benutzerfreundliche Prototypen in den Bereichen Industrie 4.0, Social IoT, Smart City und Smart Energy entwickelt und aufgebaut werden. Das von der EU geförderte und finanzierte Projekt ist mit einem Budget von fünf Millionen Euro ausgestattet, die zunächst angesetzte Projekt- und Entwicklungszeit beträgt drei Jahre. Die Stuttgarter digital worx GmbH ist einer von zehn Partnern aus fünf Nationen, die im EU-Projekt an einem „Google für das IoT“ forscht.

Nach ihrem Meeting im Wizemann Areal tauschten die IT-Experten ihre Arbeitsplätze dann gegen die Bänke im Festzelt. Bei Musik, Bier und Göckele auf dem Cannstatter Wasen herrschte prächtige Stimmung.

Mirko Ross, Geschäftsführer der digital worx GmbH und Gastgeber des Projekttreffens: „Für viele unserer Kollegen aus Spanien, Dänemark, Österreich und Großbritannien war der Wasen eine ganz neue Erfahrung. Ich denke wir haben neben der professionellen Organisation unseres turnusmäßigen Meetings auch eindrucksvoll gezeigt, was deutsche und Stuttgarter Gastfreundschaft bedeutet“.

Stuttgarts heißestes Start-up vor dem Rollout: asvin.io macht das IoT sicher

asvin - secure update distribution and management for Internet of Things

Im Jahr 2020 werden laut einer Studie des US-Marktforschers Gartner mehr als die Hälfte der großen Geschäftsprozesse weltweit mit dem Internet der Dinge (IoT) vernetzt sein. Dies stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen, um die Sicherheit ihrer Daten und Prozesse sicherzustellen. Denn mangelnde Updates sorgen für Sicherheitslücken, die Unternehmen enormen Risiken aussetzen: von Datenverlust über Erpressung durch Ransomware bis hin zu Ausfällen durch Sabotage.

asvin.io, ein Spin-off der Stuttgarter Technologie-Schmiede digital worx GmbH, hat nun die Lösung parat: Update-Versorgung für Unternehmen auf allerhöchstem Sicherheitsniveau.

Im Jahr 2020 wird mehr als die Hälfte großer Geschäftsprozesse in irgendeiner Weise mit dem IoT vernetzt sein. Die Analysten rechnen mit 25 Milliarden vernetzter Dinge – Maschinen, Geräte, Fahrzeuge. In diese Zahl sind Smartphones, Tablets und Computer noch nicht einmal mit eingerechnet. Ebenso erwartet Gartner bis 2020 einen globalen Schwarzmarkt im Wert von fünf Milliarden Euro für gefälschte Sensoren sowie Videodaten, die Kriminelle nutzen – eine erschreckende Zahl und ein massives Risiko für Unternehmen.

Die logischen Schlussfolgerungen liegen auf der Hand: Im IoT-Umfeld ist die Aktualisierung der Software auf den Endgeräten aufgrund von längerer Lebensdauer und hohen Sicherheitsanforderungen eine besondere Herausforderung für Wirtschaftsunternehmen aller Branchen. Der wichtigste Grund für Updates im Internet der Dinge ist somit eindeutig die Sicherheit: Sobald ein Gerät mit dem Internet verbunden ist, empfiehlt es sich, notwendige – und bestmögliche – Sicherheitsvorkehrungen zu treffen: installierte Software muss aktuell sein und Sicherheitsupdates müssen so schnell wie möglich eingespielt werden. Mit anderen Worten: Die IT-Sicherheit muss allerhöchste Priorität genießen.

Für die praktische Umsetzung von Software-Update-Systemen im IoT existieren aktuell zwar Angebote wie klassische Device-Management-Systeme. Spezialisierte Software-Update-Systeme für IoT – insbesondere für den Mittelstand – sind allerdings kaum auf dem Markt zu finden. Diese Lücke schließt jetzt asvin. Bereits seit 1998 beschäftigt sich die Stuttgarter digital worx GmbH mit Software-Entwicklung für Online-Anwendungen und ist Dienstleister in den Bereichen Internet, mobile Apps, Internet der Dinge und Industrie 4.0. Die geballte Kompetenz für die Sicherheit im Internet of Things wird künftig im Spin-off asvin.io zusammengefasst. Aktuell befinden sich die Systeme in der Testphase, an der auf Einladung auch geschlossene Testkunden beteiligt werden. Der finale Roll-out wird im Laufe des Jahres 2018 erfolgen.

asvin.io ist eine einfach zu benutzende Update-Sicherheitslösung für alle Geräte im Internet of Things. Der große Vorteil: asvin ist sehr einfach zu installieren – und über ein übersichtliches Dashboard jederzeit sicher zu bedienen. Beispielsweise werden individuelle Update-Rollout-Pläne ebenso möglich wie automatische Updates. Die höchstmögliche Sicherheit wird durch Distriputed Ledger und Blockchain Technologie realisiert – somit sind Updates besonders abgesichert und vor der Manipulation durch Dritte gesichert. Und: künftig werden außerdem automatische Updates von Maschine zu Maschine möglich.

asvin ist die Antwort für alle Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse im Internet der Dinge sicher und ohne Risiko steuern wollen. Überall, wo technologisch hochwertige Maschinen zum Einsatz kommen und für die Zukunft fit gemacht werden sollen, hat asvin seinen Einsatz. Herstellungs- und Bestellprozesse, Logistik, Smart Grids – die Reihe aktueller und zukünftiger Anwendungen im IoT ist schier endlos. Die digitale Transformation wälzt dabei nahezu alle Industrie-Bereiche um.

Mirko Ross, CEO bei digital worx und Gründer von asvin: „Wer mit der Digitalisierung nicht Schritt hält, hat wenig Chancen, auch in Zukunft zu bestehen. asvin bietet hierzu die Sicherheit, Geschäftsprozesse im IoT zukünftig ohne Risiko zu bewältigen.“

Wenn Hacker über die Werkzeugmaschine Bitcoin minen

Source: Isokivi / Wikimedia

Wenn in knapp einer Woche die Hannover Messe ihre Pforten öffnet, stehen naturgemäß Themen wie Industrie 4.0 und Digitalisierung im Blickpunkt der erwarteten 200.000 Besucher aus aller Herren Länder. Immer wichtiger wird dabei der Themenkomplex Cybersicherheit.

Mirko Ross, CEO der digital worx GmbH aus Stuttgart und beratender Experte für Sicherheit der European Union Agency for Network and Information Security (ENISA), sieht enormen Handlungsbedarf bei Staat und Unternehmen, um drohende Gefahren rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden.

Mehr als 5.000 internationale Aussteller werden in Hannover an fünf Tagen über die neuesten Industrie-Trends informieren. Immer wichtiger wird seit Jahren das Thema Cybersicherheit. Angesichts der technologischen Herausforderungen der Industrie 4.0, des Internets der Dinge sowie in wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Zukunftsbereichen wie dem autonomen Fahren oder dem Einsatz intelligenter und vernetzter Industrie- und Haustechnik sind Sicherheit und Vertrauen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Digitalisierung.

Mirko Ross: „Die zur Digitalisierung notwendigen Technologien werden immer komplexer und bieten dadurch größere Angriffsflächen. Staat und Unternehmen müssen gemeinsam Strategien, Methoden und Lösungen zum Schutz vor Risiken wie dem Diebstahl geistigen Eigentums, digital unterstützter Erpressung oder der Bedrohung kritischer Infrastrukturen entwickeln und einsetzen. Initiativen der Industrie wie die ‚Charta of Trust‘ für mehr Cybersicherheit sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die in der Charta beschriebenen Forderungen müssen aber auch von Politik und Wirtschaft zügig umgesetzt werden.“

Für die IT hat das Thema Sicherheit in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Begründet liegt dies in der stetigen Zunahme an Bedrohungen von außen und innen. Wesentliche Bedrohungen sind Spionage (das Ausspähen von Firmengeheimnissen) und das Ausspähen von Computer-Netzwerken mit dem Ziel, die Informationsflüsse zu stören bzw. der feindlichen Übernahme der Steuerung mit dem Zweck, unter falschen Identitäten Schaden anzurichten. Hacker-Angriffe, Spionage und Datendiebstahl sind bereits heute Alltag.

Ein Beispiel: weltweit gibt es inzwischen rund 1,3 Millionen industrielle Robotersysteme, die eine breite Palette von Aufgaben in den verschiedensten Industrien übernehmen – vom Schweißen in der Automobilindustrie über das Verpacken in der Lebensmittelherstellung bis hin zum Druckguss in der Metallindustrie. Im Zeitalter von Industrie 4.0 sind die Robotersysteme in automatisierten Produktionsanlagen zunehmend miteinander vernetzt. Doch sobald die Roboter bzw. das System, in dem sie arbeiten, mit dem Internet verbunden sind, können sie zum Einfallstor für Cyber-Angriffe werden. Denn durch die Vernetzung wird auch die Angriffsfläche der Industrieroboter immer größer: Web Services ermöglichen den externen Zugriff auf den Roboter-Controller; zudem gibt es Apps, mit denen die Mitarbeiter die Roboter in der Fabrik über ihr Smartphone steuern können. Manche Industrieroboter können sogar direkt über das öffentliche Internet erreicht werden, um Monitoring und Fernwartung durchzuführen.

Mirko Ross: „Gerade die Anwendung von Standard-Internet-Protokollen, Schnittstellen und Techniken in der Industrie ermöglicht den Angriff mit einfachen und bekannten Werkzeugen aus dem Internet. Hacker müssen somit nicht notwendigerweise über spezielle Kenntnisse zur industriellen Steuerung verfügen , um in eine Anlage einzudringen. Neben der spezifischen Industriespionage droht somit zunehmend der Angriff durch Internet-Kriminelle und Skript-Kids.“

Ebenfalls kein Zukunftsszenario á la George Orwell, sondern bereits heute eine reale Gefahr: Das Minen von Kryptowährung durch mit Malware infizierte Systeme in Industrieunternehmen. Malware dieser Art verursacht im Laufe ihres Betriebs eine erhebliche Belastung für die Computerressourcen. Eine erhöhteBelastung der Prozessoren kann den Betrieb der ICS-Komponenten des Unternehmens beeinträchtigen und deren Stabilität bedrohen. Die Kryptowährungs-Mining-Malware tritt typischerweise aus dem Internet oder seltener aus Wechselmedien oder Netzwerkfreigaben in die industrielle Netzwerkinfrastruktur ein.

„Die Konsequenz aus der rasanten Entwicklung kann nur lauten: Es bedarf einer ganzheitlichen Anstrengung von Entwicklern, Betreibern und Sicherheitsexperten in der Wirtschaft und bei den internationalen Behörden, um die sensiblen Systeme zu schützen“, ist sich Ross sicher. Der 44-Jährige geht sogar noch einen Schritt weiter: „Mangelnde IT-Sicherheit könnte eines der größten Hemmnisse für die Industrie 4.0 werden. Angriffe jeder Art, aber auch Netzwerkprobleme, müssen rechtzeitig erkannt und konsequent verhindert werden“.

We are all doomed in the Internet of Things – and what we may can do to have a narrow escape.

IoT - Internet of Things Version 1.0

Dramatic headline. I know. First of all: don’t panic.

As it makes sense to act headless facing the more and more unsecure landscape of the Internet of Things. The Internet of Things is defect. It’s unsustainable by the fact of its technical, social and economical bugs in the system. And any effort trying to fix these bugs is waste of time and money.

I spent this year a lot of time on conferences discussing with developers and experts on how we can get more security into the Internet of Things. And I’ve heard honorable recommendations. From improving the quality in the supply chain, introducing certification, training developers and raising consumers awareness on trust and privacy. All this sounds reasonable and for sure these actions can increase security and privacy in the Internet of Things. But it will not remove the increasing security and privacy problems we rush into. Let me show the dilemma on three aspects:

Broken encryption chains:
Many threats we are facing in the Internet of Things are based upon insecure applications and protocol layers. Latest by heartbleed and blueborn the possibilities of broken cryptochains have raised dramatically. Even on chip level crypto and trust concepts are broken e.g. the RSA encryption of Intels TPM chipset hack or Zigbee AES_CMM attack. On a complex Internet of Things connected environment – with many different things connected – there is a high possibility to include unsecure broken encryption in the system. Furthermore, devices with unsecure chipsets cannot be patched and in absence of alternative solutions unsecure chipsets will be still build into products. In past and future broken encryption chains will be part of Internet of Things networks.

Society dilemma on “safety” vs. “strong encryption”:
Societies – especially national states – subjects to particular interests of their public stakeholders and citizens. Today proper encryption is an obstacle for intelligence and law enforcement. Which is a constrain this institutions goals to provide stable societies and advantages in nations competition. These superior goals are overriding the technical need of strong encrypted technical environments. Intelligences worldwide have been created a marketplace for Zero Date exploits. High economic incentives of intelligences by commercializing vulnerabilities is a blocker on fixing weak systems as fast as possible. Furthermore, today an arsenal of Zero Day Exploit is accumulated by institutions building advantages on their cyber weapons arsenals. That’s why in the past and in the future security holes will be seen as a necessary requirement to gain advantages in global competition. With weak encryption security is an illusion. There is no security in the Internet of Things. Shadow broker NSA hack has shown what will happen, when Exploits will be leaked from Institutions towards cyber criminals. Wannacry is a direct result of that dilemma.

Economy and cost savings do not like security:
You are not interested in a secure environment, even if you are a stakeholder in security industries. The insecure Internet of Things is a strong economic driver for security industries. What? May you think I am silly. But keep in mind that the IoT Mirai Botnet makers Anna-Senpai have a strong background on DDoS defence industries. On a certain point of competition, they decided that a powerful DDoS weapon is enabling multiple business opportunities. Once to convince customers to choose own DDoS protection services and second the ability to earn money as DDoS stresser service provider. But also, non-criminal business activities will lead into insecurity. It’s simply a fact, that security is an investment. In industrial production, a single product is a result of a complex supply chain with n-tier suppliers. On IoT products beginning from chipset manufacturers, microcontroller module providers up to App and Cloud software providers, all of them chained to a unique smart product. Each of them are in need of cost optimization. Each of them will keep an eye of cost effective security solutions on their particular business operation. There is no complete sight on security in the IoT supplier chain if the smart product is targeting cost sensitive markets as e.g. consumer goods.

We are doomed. What’s the consequence?

First of all, of course we should not stop working on sustainable solutions for the problems I’ve described above. But at all there are many facts that we should be pessimistic. So, our focus needs to be on how can we handle with insecurity than on trying to get rid of it. It’s a complete different attitude, when we accept that future Internet of Things eco system will be completely insecure and a privacy nightmare. Because by that we can strengthen our selves to manage.

We can face the challenges, for example by being be prepared that you (or your institution / company) can be pawnd any time over an Internet of Things attack. For that it’s better that you will rely your IT infrastructure on a compartment strategy – where you can shut off or isolate suspicious or harmful devices and services – without shutting off your complete smart environment and services. Next, it’s important to have a close eye on all ingoing and outgoing communication from your network and the connected devices. This must be possible under full control without dependencies of 3rd parties as ISPs. The dowse.eu project is one possible solution to provide such controlling and monitoring instance which can be operated independently, as you can run it in a small scale smart home or larger scale smart infrastructure as industry 4.0.

Keeping the control on data flows is the key not to be doomed.

Its better just to accept that the Internet of Things is unsecure and post privacy. Sounds hard, but if we focus on that we can work on better concepts to create secure and private spaces in an unsecure world.

Ob Kinderuhr oder Smart-TV: Big Brother kann bereits überall mithören

IoT hört mit - erlaubt und oftmals unerlaubt bis ins Kinderzimme

In der vergangenen Woche sorgte die Bundesnetzagentur für Schlagzeilen. Unter der Überschrift „Bundesnetzagentur geht gegen Kinderuhren mit Abhörfunktion vor“ griff die Behörde mit Sitz in Bonn ein ebenso kritisches wie bis dahin in der Öffentlichkeit kaum bekanntes Problem auf. Dabei sind Kinderuhren mit Abhörfunktion nur die Spitze eines Eisbergs.

Internet of Things-Experte Mirko Ross: „Generell gehören IoT Geräte verboten, die die Aktivierung des eingebauten Mikrofons nicht deutlich anzeigen“.

Der 44-jährige Experte aus Stuttgart, der jüngst durch die EU zum beratenden Experten für Sicherheit der European Union Agency for Network and Information Security (ENISA) berufen wurde, sieht in den von der Bundesnetzagentur kritisierten Kinderuhren nur die Spitze eines Eisbergs. Diese Uhren verfügen über eine SIM-Karte und eine eingeschränkte Telefoniefunktion, die über eine App eingerichtet und gesteuert werden. Eine solche Abhörfunktion wird häufig als „Babyphone“- oder „Monitorfunktion“ bezeichnet. Der App-Besitzer kann bestimmen, dass die Uhr unbemerkt vom Träger und dessen Umgebung eine beliebige Telefonnummer anruft. So wird er in die Lage versetzt, unbemerkt die Gespräche des Uhrenträgers und dessen Umfeld abzuhören. Eine derartige Abhörfunktion, die beispielsweise auch in der Schule zum Abhören von Lehrern benutzt werden kann, ist in Deutschland allerdings verboten. Die Bundesnetzagentur spricht hier von einer „unerlaubten Sendeanlage“.

Ross: „Geräte, die die Aktivierung eines eingebauten Mikrofons nicht anzeigen, gehören grundsätzlich verboten“.

Die Crux bestehe derzeit darin, dass diese Geräte zwar frei verkäuflich sind. Wer sie dann aber auch benutzt, beispielsweise in der Schule, der könne sich strafbar machen. Eltern sowie generell Konsumenten können folglich sehr schnell in die Falle tappen und im schlimmsten Fall vor Gericht landen.

Dabei sind die so genannten Smart Watches nur ein Teil der Gesamtproblematik. Smart-TV, diverse Haushaltsgeräte, Staubsauger-Roboter und viele Arten von elektronischem Kinderspielzeug bieten bereits heute Möglichkeiten zur Überwachung, von denen George Orwell in seinem legendären Buch ‚1984‘ („Big Brother is watching you“) nur träumen konnte.

Ross: „Wir müssen leider feststellen, dass das Abhören nicht mehr nur eine Sache von Staaten und Geheimdiensten ist. Potenzielle Wanzen sind heute in sehr vielen smarten Produkten enthalten. Manche Hersteller – oftmals aus Übersee – kümmern sich auch nicht um nationale Gesetze, die wie in Deutschland sehr strenge Regeln für das Überwachen per Mikrofon vorsehen. Und eindeutige länder- und grenzüberschreitende gesetzliche Regelungen sucht man vergebens.“

Die Bundesnetzagentur jedenfalls rät inzwischen Schulen, in den Klassenzimmern verstärkt auf Uhren mit Abhörfunktion zu achten. Käufer solcher Uhren fordert die Bundesnetzagentur auf, die Uhr zu vernichten und einen Nachweis hierüber an die Bundesnetzagentur zu senden.

Mirko Ross dazu: „Ein weiterer wichtiger und richtiger Schritt, nachdem bereits im Frühjahr die Spielzeugpuppe ‚Cayla‘ verboten worden war, die ebenfalls über ein Mikrofon und eine Funkverbindung verfügte“.

„Wir brauchen ein Warnlabel wie auf Zigarettenschachteln“

IoT Warning Product Label

Zwei Tage lang konferierten Europas führende IT-Experten bei der Europol-ENISA IoT Security Conference im niederländischen Den Haag. Zum wiederholten Mal waren erhebliche Sicherheitsrisiken und Bedrohungen aus dem World Wide Web Thema der Spezialisten.

Für digital worx Geschäftsführer Mirko Ross  zeichnet sich aktuell ein düsteres Szenario ab, dem man nach Ansicht des Beraters für Cybersicherheit nur noch mit drastischen Maßnahmen begegnen kann. Ross:

„Sorgen Hersteller nicht für mehr Sicherheit in ihren Produkten, dann brauchen wir ein Warnlabel, so wie das bei Tabak-Erzeugnissen und auf Zigarettenschachteln bereits selbstverständlich ist“.

Der 44-jährige reagiert damit auf die aktuellsten Erkenntnisse der Sicherheitskonferenz in Den Haag. Internationale Experten diskutierten in den Niederlanden zwei Tage lang über Bedrohungen, die sich vor allem für die Industrie, aber auch für Privatanwender im Internet der Dinge (IoT – Internet of Things) ergeben. „Wieder einmal haben wir gesehen, dass selbst scheinbar sichere Produkte Gefahren in sich bergen“, berichtet Ross. So erhielten Chips des Herstellers Infineon die Zertifizierung durch das Bundesamt für IT-Sicherheit (BSI). Nun stellte sich heraus, dass die in Ausweisen, Laptops und Krypto-Hardware verwendeten Chips mit RSA-Verschlüsselung unsicher sind und nach Ansicht der Experten mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand geknackt werden können. Die Crux: das BSI hatte zertifiziert und Infineon offensichtlich einen Fehler bei der Implementierung gemacht.

Ein folgenschwerer Lapsus, wie sich nun herausstellte. Der Stuttgarter IT-Experte weiter:

„Wenn also selbst die von einer staatlichen Behörde zertifizierten Produkte unsicher sein können – worauf sollen sich Wirtschaft und Verbraucher eigentlich noch verlassen?“

Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, so Mirko Ross, dass die rasanten Fortschritte und die enorme Dramatik im Internet der Dinge nahezu unkontrollierbare Risiken nach sich zögen. Und dies gelte für alle gängigen Bereiche – egal, ob es Industrieroboter oder die smarte Vernetzung im neuen Eigenheim betrifft. Zum jetzigen Zeitpunkt müsse daher vor allem an die Vorsicht der User appelliert werden, ist sich der Experte sicher. Ross:

„Wir alle kennen die Warnhinweise auf Zigarettenaschachteln, die es bereits seit 2003 gibt. Auf etwas Ähnliches werden wir im Internet der Dinge auf Dauer kaum verzichten können – sofern sich die Industrie nicht auf die Einhaltung von hohen Sicherheitsstandards verpflichtet.“

Das auf das Internet der Dinge spezialisierte Botnet Mirai hatte bereits 2016 exemplarisch vorgeführt, dass unzureichend geschützte Geräte wie beispielsweise IP-Cameras sehr einfach für Cyberangriffe missbraucht werden können. Mirai hatte dabei lediglich die 61 häufigsten Hersteller-Passwörter von weit verbreiteten internetfähigen Geräten abgefragt, um die Geräte unter eigene Kontrolle zu bekommen. Das Botnet wuchs schnell auf über 500.000 gekaperte Geräte. Für IT-Experte Ross liegen mögliche Konsequenzen auf der Hand:

„Ich halte Labels auf Produktverpackungen von Internet-Geräten für möglich, die klipp und klar die Risiken aufzeigen, also beispielsweise: >Warnung – dieses Produkt kann für Datendiebstahl verwendet werden>“.

 

Mirko Ross berät die ENISA

Stuttgarter IT-Experte in Top-Gremium der Europäischen Union berufen.

Große Ehre für Geschäftsführer Mirko Ross vom Stuttgarter Software-Dienstleister digital worx: der 44-jährige wurde durch die EU zum beratenden Experten für Sicherheit im Internet der Dinge berufen. Er gehört künftig einem internationalen Gremium der European Union Agency for Network and Information Security (ENISA) an; der zentralen EU-Agentur für Cyber-Sicherheit.

Computerviren in der Hand von Terroristen oder international agierenden Banden: ein Schreckensszenario, das in den vergangenen Jahren mehr und mehr als reale Bedrohung wahrgenommen wird. Die mögliche Manipulation von Märkten, Wahlen oder militärischen Einrichtungen beschäftigt weltweit die Experten. Bereits im Jahr 2004 wurde zur Abwehr derartiger Bedrohungen die Agentur der Europäischen Union für Netzwerk- und Informationssicherheit (ENISA) gegründet.

ENISA ist ein Kompetenzzentrum für die Cyber-Sicherheit in Europa. Sie befindet sich in Griechenland mit Sitz in Heraklion (Kreta) und einem operativen Büro in Athen. Die ENISA wurde ins Leben gerufen, um die Netzwerk- und Informationssicherheit (network and information security / NIS) zu stabilisieren und damit zu einem ordnungsgemäßen Funktionieren des Binnenmarktes beizutragen. Die Agentur arbeitet eng mit den Mitgliedstaaten der EU und dem privaten Sektor zusammen, um Beratung und Lösungsvorschläge zu erbringen. Dazu gehören europaweite Cyber-Security-Übungen, die Entwicklung nationaler Cyber- Security-Strategien, die Zusammenarbeit und der Aufbau von Kapazitäten ebenso wie Studien über die sichere Cloud- Adoption, die sich mit Fragen des Datenschutzes befassen. Das Schützen der Privatsphäre bei neuen Technologien und die Identifizierung der Cyber-Bedrohungslandschaft sind weitere zentrale Aufgaben der Agentur.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den international führenden Experten für Cyber-Sicherheit“, so Mirko Ross heute in Stuttgart.

Mirko Ross

Mirko Ross

Mirko Ross ist Gründungsgesellschafter und CEO der digital worx GmbH, einer mobilen Software Developing Company mit Sitz in Stuttgart-Vaihingen. 1998 gründete er sein erstes Unternehmen im Technologiebereich. Seit 2012 unterrichtet er Web Engineering und mobile Softwareentwicklung an der Hochschule Heilbronn.

Der 44-Jährige ist an öffentlichen und privaten Forschungsaktivitäten für offene Standards im Internet der Dinge beteiligt. Er ist Mitglied des Internet Of Things Council, einem weltweiten IoT Think Tank.

Im Rahmen des Internet- Programms der Europäischen Kommission unterstützt er Start- ups in den Bereichen eHealth und Industrial IoT.